Anbau, Strugutsilos, neues Dach: Markt Schwarzenfeld will in Bauhof investieren

Die Marktgemeinde Schwarzenfeld will den Bauhof modernisieren. Das Konzept wurde bei der jüngsten Sitzung der Grundstücks-, Bau- und Umweltausschuss vorgestellt. Zuvor besichtigte das Gremium das Areal sowie eine schadhafte Mauer am Friedhof.
Im Sitzungssaal erläuterten Bürgermeister Peter Neumeier (ÜPW) und Berthold Braun von der Verwaltungsgemeinschaft die Pläne für den Bereich des Schwarzenfelder Bauhofs. Demnach sollen an die vorhandenen Hallen ein Lagerraum angebaut, Streugutsilos aufgestellt und die Lagerplatzüberdachung saniert werden.
Abbruch des Anbau ist schon erfolgt
Neumeier informierte, dass bei der Dachsanierung am Bauhof im Winter 2024 der baufällige Anbau abgebrochen worden sei. Nun plane man einen neuen Anbau, in dem die Absauganlage der Schreinerwerkstatt, Fundsachen, Bauholz und Grenzsteine eingelagert werden sollen. Der etwa 15 Quadratmeter große Anbau solle am südlichen Eingangstor der Schreinerwerkstatt ausgeführt und in Holzbauweise errichtet werden. Die Kosten bezifferte Neumeier auf rund 38 500 Euro.
Zweite Maßnahme auf dem Bauhofgelände sei die Errichtung von zwei Streugutsilos. Seit rund 40 Jahren werde das Streusalz im Streugutlager der alten Kläranlage aufbewahrt. Da das Gebäude mit Nagelplattenbinder mittlerweile starke Schäden und Verformungen aufweise, wolle man das Streugut künftig in zwei Silos lagern, so der Bürgermeister. Die Silos haben laut Neumeier einen Durchmesser von jeweils drei Metern und sind zwölf Meter hoch. Das Beladen der Streufahrzeuge gestalte sich damit wesentlich einfacher und gehe schneller als bisher.
Zur Umsetzung dieses Vorhabens sei es aber erforderlich, rund 72 Meter von der schadhaften Grundstückseinfriedung zu erneuern und zu versetzen. Zudem plane man den Einbau eines automatischen Schiebetors an der Einfahrt um Bauhof.
Marktrat hat das letzte Wort
Als dritte Investition im Bereich des Bauhofs führte Bürgermeister Neumeier die Sanierung der Lagerplatzüberdachung auf. Unter diesem Dach würden derzeit Anbaugeräte, Verkehrszeichen und sonstige notwendige Gegenstände gelagert. Die Dacheindeckung sei durch Lieferfahrzeuge jedoch schon mehrmals beschädigt worden und solle deshalb durch eine Stahlbetonkonstruktion ersetzt werden.
Da die Gesamtkosten aller drei Maßnahmen eine Investition von rund 217.000 Euro erforderlich machen, konnte der Bauausschuss, dessen Limit bei 100 000 Euro liegt, keinen Beschluss fassen. Die Angelegenheit wird nun dem gesamten Marktrat bei der nächsten Sitzung zur Entscheidung vorgelegt.
Die zweite größere Baustelle befindet sich auf dem Friedhof. Die Eigentümer des benachbarten Grundstücks haben laut Neumeier den schlechten Zustand einer 23 Meter langen Einfriedung an der Böschung zum Friedhof bemängelt. Für die technische Bauverwaltung informierte Berthold Braun über zwei mögliche Varianten für eine Sanierung.
Letztlich einigte man sich darauf, den alten Betonsockel abzureißen und eine neue, 1,80 Meter hohe Böschungswand aus Winkelstützelementen zu errichten. Diese Variante habe den Vorteil, dass die dann entstehende ebene Fläche im Friedhof leichter zu pflegen sei und später als Urnengarten oder für Erdurnengräber umgebaut werden könne. Die Gesamtkosten bezifferte Braun auf rund 25 000 Euro. Die Entscheidung wurde mit einer Gegenstimme getroffen.