ÖDP stellt komplette Liste für die Schwandorfer Kreistagswahl auf

Von Mittelbayerische Zeitung · 3. Dezember 2025 um 19:00

Die ÖDP hat eine komplette Kandidatenliste für den Kreistag aufgestellt. Dabei ging Kreisvorsitzender Alfred Damm auf Motivation und Ziele der ÖDP ein. „Wir wollen im nächsten Kreistag bei den aktuell drei Sitzen zulegen um unseren Anliegen mehr Gewicht zur verschaffen“, wird er in einer Pressemitteilung des ÖDPKreisverbands zitiert.

Die ÖDP sei der Umwelt- und Artenschutz ein Herzensanliegen, heißt es in der Mitteilung. Damm: „Hier engagieren sich Menschen, die sich für eine gesunde und lebenswerte Umwelt einsetzen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der stark bedrohten Artenvielfalt, der Bekämpfung des Klimawandels und Flächenfraßes“.

Ausweisung mit Augenmaß

Bei der Ausweisung von neuen Gewerbe- und Industriegebieten sollten die Gemeinden zusammenarbeiten und nicht in Konkurrenz zueinander auftreten. Deshalb fordere die ÖDP mehr interkommunale Gewerbegebiete und die Nutzung von vorhandenen Flächen und Industriebrachen, bevor neue ausgewiesen würden. Der notwendige Bürokratieabbau dürfe nicht mit einer Verwässerung der Bestimmungen einhergehen, die den Umweltschutz gewährleisteten.

Der Wohlstand beruhe immer noch auf der Verfügbarkeit von billigen und endlichen Rohstoffen wie Öl, Erdgas, Kohle oder Uran – mit negativen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. Damm: „Investitionen in erneuerbare Energien stärken die regionale Wertschöpfung und Wirtschaftskraft. Sie sichern den Wohlstand von morgen.“ Bei den Windkraftstandorten müsse man Landschafts- und Umweltschutz im Auge behalten.

Klares Nein zu Endlager im Kreis Schwandorf

In den 1980er Jahren wurde laut Damm durch den Widerstand der Bevölkerung der Bau einer WAA in Wackersdorf verhindert. 40 Jahre danach werde der Landkreis als potenzieller Standort für ein Endlager radioaktiver Brennstäbe genannt. Das lehn die ÖDP nach den Worten des Kreisvorsitzenden ab und fordert die Verantwortlichen auf, alle Standorte im Landkreis für ein Atommüllendlager zu streichen.

Die Partei spricht sich laut Mitteilung auch gegen eine Erhöhung der Verbrennungsmenge im Müllkraftwerk sowie die Klärschlammverbrennung in Schwandorf aus. „Wir wollen nicht, dass Schwandorf die Müllhaupstadt Bayerns wird“, so der Kreisvorsitzende.