In Offenstetten ist ein zartes Pflänzchen kräftig gewachsen

Der Obst- und Gartenbauverein in Offenstetten existiert erst ein gutes Jahr. Und trotzdem hat er im Abensberger Ortsteil schon einige sichtbare Fußstapfen hinterlassen. Mehrere zarten Pflänzchen, von denen Vorsitzender Markus Junker im Frühjahr angekündigt hat, sie in den Boden bringen zu wollen, sind schon kräftig gewachsen.
Vor einigen Tagen machten sich Vorsitzender Markus Junker und Vereinsbeisitzerin Andrea Lorenz auf den Weg zum Stützpunkt der Abensberger Tafel am Bad Gögginger Weg. Mit im Gepäck, besser gesagt auf der Ladefläche ihres Sprinters, hatten sie rund 250 Kilogramm frisch geerntetes Gemüse, genau gesagt Karotten und Rote Beete, die sie der Organsiation zum Geschenk machten. Davor schon hatte die Küche des Cabrinihauses rund 80 Kilo davon erhalten.
Denn das erste größere Projekt, das die Mitglieder des OGV angegangen sind, entwickelte sich fast schon zu positiv. Wie berichtet hatte Junker im Frühjahr die Zusage eines Landwirts, eines dessen Felder nutzen zu dürfen. Dort haben dann Vereinsmitglieder Gemüse ausgesäht, wobei der Verein das Saatgut beigesteuert hat. Die Monate darauf pflegten die Vereinsmitglieder die wachsenden Pflänzchen, entfernten Unkrau, so dass im Herbst geerntet werden konnte. Nicht zuletzt Familien, die zum Verein gehören, versorgten sich auf diese Art und Weise mit frischem Gemüse.
Der OGV Offenstetten fuhr reiche Ernte ein
Letztendlich viel die Ernte aber viel besser aus, als man sich das gedacht hatte. Und so kommen nun hilfsbedürftige Abensberger und die Bewohner des Cabrinihauses zu einigen Extravitaminen. Die Pflanzaktion soll auf alle Fälle im kommenden Jahr wieder auf die Beine gestellt werden. Ob die Ernte dann wieder für Spenden reicht, wissen wir selbstverständlich noch nicht.
Kommendes Jahr soll auch die Schrebergarten-Idee umgesetzt werden. Auch dafür hat der Verein mittlerweile Flächen zur Verfügung. Interessierte Mitglieder bekommen Flächen zur Verfügung gestellt - unter der Voraussetzung, dass sie diese pflegen.
Im Frühjahr hatte Junker schon angekündigt, vor allem Angebote für Familien entwickeln zu wollen. So berichtet er, dass beispielsweise ein Ausflug für Eltern und ihre Kinder zu einer Imkerei organisiert worden ist. Ein gemeinsames Ramadama und ein am Regenrückhaltebecken gepflanzter Baum, um den sich die Mitglieder des Vereins auch weiterhin kümmern wollen, stehen bereits auf der Tätigkeits-Liste. Jüngst erst habe man gemeinsam Adventskränze gebunden. Vor wenigen Tagen beendete eine Nachtwanderung das erste vollständige Vereinsjahr. Der Wunsch von Junker ist, bei solchen Aktivitäten das Cabrinihaus noch mehr einzubinden.
Parallel zu all dem hat sich die Mitgliederzahl positiv entwickelt. Sprach Junker im Frühjahr noch von 30 erwachsenen Mitgliedern, sind es mittlerweile immerhin 38. Mittlerweile können auch 20 Kinder mit einem Alter von bis zu 13 Jahren und sechs Jugendliche unter 18 Jahren gezählt werden.
Der OGV wartet auf den inklusiven Garten
Auf die Suche nach einem offiziellen Vereinsdomizil wolle man sich weiterhin nicht begeben. Die gesamte Kraft solle nach wie vor in Entwicklung und Durchführung des Vereinsprogramms gesteckt werden. Die derzeitige Situation passe ohnehin und müsse nicht verändert werden. So könne der Verein etwa für Versammlungen und kleinere Projekte die Räume beim Hofladen der Familie Lorenz nutzen.
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Der eigentliche Grund, warum der Offenstettener Obst- und Gartenbauverein aus der Taufe gehoben wurde, ist wie berichtet das grundsätzliche Projekt, im Abensberger Ortsteil einen inklusiven Garten zu realisieren. Bürgermeister Bernhard Resch hatte dann die Idee, dass man die Pflege dieses Gartens einem Verein antragen könnte. Junker betont, dass dies nach wie vor auch ein Vereinszweck ist. Man warte jetzt in Ruhe ab, bis es einen Zeitplan für das Projekt gebe und man wisse, wo genau in Offenstetten der Garten entstehen soll. In Überlegungen darüber einmischen wolle man sich nicht.
Die Vorgeschichte in Offenstetten
Alles begann damit, dass der Kreisverband der Obst- und Gartenbauvereine sich dazu entschloss, anstelle eines einzigen Kreislehrgartens mehrere auf der Landkreis verteilte Gärten zu initiieren. Dessen Vorsitzender Harald Hillebrand kam dann wie berichtet auf die Kommune mit dem Vorschlag zu, in Offenstetten einen Inklusionsgarten zu errichten.
Bald danch entwickelte sich in Offensteten die Idee dazu weiter. Zum Garten soll sich ein Dorfplatz gesellen. Geschaffen werden soll ein freier Platz für Veranstaltungen wie etwa Vereinsfeiern oder Theateraufführungen - dazu ein Gebäude, in dem Vereine Utensilien lagern können.
Schnell war dafür ein Areal gegenüber des Friedhofs ins Auge gefasst, das sich bereits im Eigentum der Kommune befindet. Allerdings kam schnell eine Debatte über diesen Standort auf, der als zu wenig zentral kritisiert wurde. Vor einigen Monaten sprach Resch davon, man könnte doch den Garten auf dem Areal der Pfarrei gegenüber von Schloss und Cabrinizentrum errichten.