Sophie Weber schließt Friseursalon in Schwandorf – Ihr Glück hat sie in Amberg gefunden

Erst im Frühjahr war Sophie Weber (35) mit ihrem Friseursalon von der Rathausstraße in die Friedrich-Ebert-Straße in Schwandorf umgesiedelt. Nun zieht die Friseurmeisterin einen Schlussstrich. Zum Jahresende will Weber ihren Laden in Schwandorf schließen und sich fortan auf ihren neuen Salon in Amberg konzentrieren. Der Grund für die Entscheidung ist verständlich und herzig zugleich.
Im Leben der 35-Jährigen hat sich in der jüngeren Vergangenheit einiges verändert. Sie zog von Schwandorf nach Amberg und wurde stolze Mutter einer kleinen Tochter. Gleichzeitig hat sie sich im vergangenen Frühjahr vom Vorsitz des Stadtmarketingvereins Schwandorf getrennt. Dem Zusammenschluss der örtlichen Geschäftsleute war die Friseurmeisterin mehrere Monate kommissarisch vorgestanden.

Schon damals hatte Weber mitgeteilt, dass sie nun viel Zeit mit ihrer Tochter und ihrem Lebensgefährten verbringen will. Die nun angekündigte Schließung ihres Geschäfts in Schwandorf erklärt sie ähnlich. Ihr Leben und ihr Glück seien nun in Amberg und bei ihrer Familie. „In einer Welt, in der so viel Unzufriedenheit herrscht, sollte man sich eher darauf besinnen, was einen wirklich glücklich macht“, so Weber. Für sie sei das ganz klar viel Zeit mit ihrer kleinen Familie. „Deshalb gehe ich diesen Schritt“, stellte die Friseurmeisterin fest.
Dankbar für „wundervolle und intensive Jahre“ in Schwandorf
Die Entscheidung ihren Salon in Schwandorf aufzugeben, sei ihr dennoch nicht leicht gefallen. „Es waren wundervolle, intensive Jahre, für die ich sehr dankbar bin“, sagte Weber im Gespräch mit der MZ. Manchmal müsse man eben aufhören, wenn es am schönsten ist, fügte sie an.
In einer Welt, in der so viel Unzufriedenheit herrscht, sollte man sich eher darauf besinnen, was einen wirklich glücklich macht.Sophie Weber, Friseurmeisterin
Im Jahr 2021 hat Sophie Weber ihren Salon in der Schwandorfer Innenstadt eröffnet. Zunächst war das Geschäft in der Rathausstraße, gleich neben Christina's Italienische Schuhmoden, angesiedelt. Im vergangenen Frühjahr entschied sich die Friseurmeisterin dann zu einem Umzug. Der Aufwand lohnte sich. In einem modernen Geschäft in der Friedrich-Ebert-Straße 21 schndeit und färbt Weber seitdem die Haare der Schwandorfer.
Sophie Weber ist künftig in Ammersricht bei Amberg zu finden
Stammkunden müssen auch künftig nicht auf die Handwerkskunst der 35-Jährigen verzichten. Sie hat bereits in Ammersricht bei Amberg einen neuen Salon eröffnet. „Das Grundkonzept bleibt: persönlich, hochwertig, detailverliebt“, sagte Weber. Aber auch „ein paar schöne Neuerungen“ soll es geben.
Was aus dem Salon in der Friedrich-Ebert-Straße wird, ist noch offen. Ein Nachfolger sei noch nicht in Sicht, berichtete Weber. Sie versuche auch gute Lösungen für ihr Team in Schwandorf zu finden. Denn jede einzelne Mitarbeiterin liege ihr sehr am Herzen.
Dass die Vielzahl an Friseurgeschäften in der Schwandorfer Innenstadt eine Rolle bei ihrer Entscheidung spielte, verneinte Weber. „Jeder Friseur hat seine eigene Handschrift, seinen eigenen Stil – deshalb braucht es aus meiner Sicht kein Konkurrenzdenken“, erklärte die 35-Jährige.
Wunschbaum soll auch heuer wieder Augen zum Leuchten bringen
Sie wolle sich nun mit ganzer Kraft und mit vielen positiven Momenten von Schwandorf verabschieden. Daher hat sie auch heuer wieder pünktlich zur Adventszeit einen Wunschbaum in ihrem Geschäft aufgebaut. Die Wünsche stammen von den Bewohnern der Lebenshilfe in Schwandorf und des Kinderheims in Kallmünz. Kunden können wie in den Vorjahren unkompliziert zum Wunscherfüller werden. „Einfach im Geschäft vorbeikommen und Gutes tun“, lautet der Aufruf von Sophie Weber.