Festlich, friedlich und voller Vielfalt: Burglengenfelds Adventsmarkt machte glücklich

Von Stefan Barte · 1. Dezember 2025 um 11:00

In vollen Zügen genossen die Burglengenfelder von Freitag bis Sonntagabend ihren traditionellen Adventsmarkt auf dem wieder extra fein dekorierten Marktplatz. Es war ein gut besuchtes, friedvolles und zu keiner Zeit überfülltes Fest mit vielen Besuchern, bei dem sich jeder ganz nach seinen individuellen Wünschen auf die Vorweihnachtszeit einstimmen konnte.

Kulinarisch, musikalisch und auch seitens der angebotenen Kunsthandwerkswaren ließen die Akteure kaum Wünsche offen. Bürgermeister Thomas Gesche begrüßte am Freitagabend neben der einheimischen Bevölkerung auch eine ganze Busbesatzung aus der sächsischen Patenstadt Johanngeorgenstadt, die unter Führung des Bürgermeisters André Oswald aus dem Erzgebirge angereist war, mit dem traditionellen Bergmannsgruß: „Glück auf!“

Dickes Lob vom Rathauschef

Unter Leitung von Marianne Zaindl stimmte die Jugendblaskapelle St. Vitus die Gäste auf die kommende Adventszeit ein. - Foto: Stefan Barte

Der Bevölkerung wünschte das Stadtoberhaupt dabei eine schöne Zeit und angenehme Vorweihnachtsstunden auf dem Markt. Er dankte dabei speziell den beiden Organisationsengeln Ulrike Pelikan und Karolina Bauer, die für die Gesamtorganisation des Adventsmarkts verantwortlich zeichneten. Aber auch die Frauen und Männer des Bauhofs erwähnte das Stadtoberhaupt explizit, denn ohne ihr Extra-Engagement wäre ein solches Ensemble mit fast 50 Buden und Einrichtungen überhaupt nicht realisierbar, wusste Gesche zu schätzen.

Der Gesamtanblick war einfach nur herzergreifend: Um 17 Uhr trat das Himmlische Gefolge vor die Rathaustür. 50 kleine, festlich gekleidete Engelchen und Eisbären umrahmten das Christkind, den Nikolaus und auch den Krampus, bevor sich der Zug auf den Weg zur wenige Meter entfernten Festbühne machte. - Foto: Stefan Barte

Christkind Selina (Menacher, 16 Jahre) übernahm bereits zum zweiten Mal den feierlichen Prolog und erinnerte die Menschen daran, dass Hoffnung stärker als Angst sei und jeder noch so kleine Funke Freundlichkeit die Welt heller mache.

Der Bauhof war extrem gefordert

Die Gäste erwartete heuer der vielfältigste Adventsmarkt aller Zeiten mit 39 Standplätzen und zehn Kunsthandwerksausstellern im Rathaussaal, so viel wie nie zuvor. Pelikan umschrieb das Illuminierte Vorbereitungsergebnis mit den Worten: „Mehr geht logistisch nicht mehr.“

Nicole und Thorsten Igl sowie Tatjana Albrecht (v.r.) entdeckten den erstmalig eingerichteten Foto-Hotspot der Stadt Burglengenfeld für sich. - Foto: Stefan Barte

Damit dürfte sie Recht haben, denn die gut 20 Bauhofmitarbeiter vom Schreiner bis zum Gärtner waren mit allen zur Verfügung stehenden technischen Mitteln seit drei Wochen mit dem Aufbau des Budendorfs beschäftigt. Dazu kam heuer der verfrühte Wintereinbruch, der zusätzliche Frühschichten des Straßenräumdienstes erforderte. Aber da gab es noch etwas, das neu war und erst auf den zweiten Blick auffiel. Es war das verschärfte, dreistufige Absicherungskonzept der Stadt.

Riesenaufwand für mehr Sicherheit

Die Hauptzufahrtsstraße musste „Lkw-durchfahrtssicher“ abgeriegelt werden. Dazu wurden sogenannte Fair-Guard-Sperren errichtet, die einen Durchbruchsversuch mit 50 km/h zuverlässig verhindern sollten. Zusätzlich erfolgte eine 24-Stunden Überwachung durch erfahrene Sicherheitskräfte der Bavarian Guards. Sie hatten ein waches Auge auf die Umgebung. Ein Erfahrener von ihnen schilderte seine Arbeit so: „Mein Kopf ist wach, das Herz ist weich, meine Entscheidung erfolgt aus dem Bauch heraus.“

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Für alle Ortskundigen, die sonst die Schleichwege durch die Altstadt nutzten, gab es ebenfalls eine harte Überraschung. Irgendwann landeten auch sie mit ihrem Fahrzeug an einer unüberwindlichen Betonsperre. Der Marktplatz war also hermetisch abgeriegelt worden, und die Besucher konnten sich wirklich sicher fühlen. Das taten sie auch.

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Das Ehepaar Fischer aus Schwarzenfeld honorierte die Sicherheitsanstrengungen wohlwollend. Sie kämen seit 30 Jahren nach Burglengenfeld und würden die wundervolle vorweihnachtliche Atmosphäre sehr genießen. Nur auf die geliebte Knackersemmel hätten sie heuer bewusst verzichtet. Die sei ihnen für fünf Euro einfach zu teuer gewesen.