„Traurig, schön und bisschen düster“: Anna Lachhammer aus Cham startet mit Musik durch

Von Nils Mayer · 30. November 2025 um 15:00

Anna Yuna ist Musikerin in Berlin. Dabei heißt die 29-Jährige aus Cham mit bürgerlichem Namen eigentlich Lachhammer. „Aber das klingt zu sehr nach Schlager“, scherzt sie. Ihr Künstlername beschreibt ihren Musikstil besser: „Traurig, schön und ein bisschen düster.“ Im persönlichen Gespräch erzählt sie, warum sie mit der Musik angefangen hat und „warum es nichts Besseres gibt“, als auf der Bühne zu stehen.

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Der Start ihrer Musikkarriere war in Cham. „Mit 14 Jahren habe ich meine ersten Songs geschrieben“, erzählt sie. Zuerst nur auf Englisch. Damit konnte die 29-Jährige laut eigener Aussage ihre Gefühle besser ausdrücken.

Ein Neustart in Berlin

Dann vor vier Jahren der Wechsel nach Berlin. „Das ist einfach die Stadt, wo du als Künstlerin hin musst“, sagt Lachhammer. Und mit der Stadt änderte sie auch ihre Musik und ihr Auftreten. Seit Juni 2024 tritt sie als Anna Yuna auf den Bühnen in Berlin und im Internet auf – und zwar mit deutschen Liedern. „Ich bin jetzt mutig genug, um mich nicht mehr hinter dem Englisch zu verstecken“, erklärt Lachhammer.

Und der Neustart scheint zu gelingen. Seitdem hatte die 29-Jährige nach eigenen Worten immer mehr öffentliche Auftritte. Unter anderem auf einem Festival in der Nähe von Stuttgart. „Solche Auftritte sind der Hammer“, meint sie und ergänzt: „Es gibt kein schöneres Gefühl, als auf so einer Bühne zu stehen.“ Noch Tage nach so einem Auftritt sei sie davon überwältigt.

Wenn die Musikerin nicht gerade auf großen und kleinen Bühnen steht, dann arbeitet sie bis zu vier Tage in der Woche bei einer NGO in Berlin. „Ein guter Ausgleich zum Studio“, scherzt Lachhammer. Außerdem sei so ein Beruf ja auch eine Art von finanzieller Stabilität, die die Musik noch nicht bringt.

Das soll sich aber bald ändern: „Denn irgendwann will ich von meiner Musik leben“, so die Musikerin. Sie glaube fest an diesen Traum. Und helfen soll dabei auch ihr am siebten November erschienener Song „Unfair“. Darin dreht sich alles um toxische Beziehungen und die Frage: Was passiert, wenn die Liebesbeziehung plötzlich zum Machtkampf wird? „Ich glaube, dass viele sich darin wiederfinden können und schon einmal Ähnliches erlebt haben.“ Auch sie selbst habe solche Erfahrungen bereits gemacht und will mit ihrem Song das Erlebte verarbeiten. „Es gab Phasen in meinem Leben, wo auch ich gekämpft habe“, verrät die 29-Jährige.

Und auch wenn sich ihre Lieder bisher eher um traurige Themen drehen, will die Sängerin nicht ausschließen, in Zukunft in eine andere Richtung zu gehen: „Irgendwann mache ich bestimmt auch mal fröhliche Lieder.“ Denn die Musik ist in gewisser Weise immer ein Ausdruck ihrer eigenen Gefühlswelt „und die ist nicht immer so tragisch wie meine Songs“, so Lachhammer.

In der Heimat zu Besuch

Traurig ist die 29-Jährige auch nicht, wenn sie in ihrer Heimat Cham zu Besuch ist: „Ich schaff es ungefähr dreimal im Jahr nach Cham und bin immer wieder begeistert.“

Dabei gefallen ihr laut eigener Aussage vor allem die Natur und der Gegensatz zur Großstadt Berlin. „Wenn ich meine Familie in Cham besuche, dann kann ich immer komplett abschalten“, erzählt sie.

Auch ein mögliches Konzert in Cham „irgendwann in der Zukunft“, will sie nicht ausschließen. „Wäre schon der Hammer.“ Im Februar steht aber erst einmal ihr erstes eigenes Konzert in Berlin an. Mehr dazu könne sie aber noch nicht verraten. Nur so viel: „Ich kann es kaum abwarten.“