Hilfe für Berching und die ganze Welt: Stiftung hat bisher 200.000 Euro gespendet

Von Bernhard Neumayer · 28. November 2025 um 05:00

Ob Schwimmkurse und Baumpflanzaktionen in Berching oder Projekte für einen nachhaltigen Umgang mit Wasser in Afrika und Indien: Die Huber Technology Stiftung tut seit knapp 20 Jahren Gutes. Auslöser war der Deutsche Umweltpreis 2006.

200.000 Euro in knapp 20 Jahren: So viel hat die Huber Technology Stiftung nach eigenen Angaben in den vergangenen zwei Jahrzehnten gespendet. Viele Bürger bekommen davon wenig mit, weshalb unsere Zeitung die Stiftung anlässlich des bevorstehenden Jubiläums vorstellt.

Hier 1000 Euro für den Fischereiverein Neumarkt für nachhaltige Wasserprojekte, dort 1000 Euro für die Gewässer- und Naturschutzarbeit der Berchinger Wasserwacht – und im afrikanischen Malawi 2000 Euro für ein Bildungs- und Entwicklungsprojekt für nachhaltiges Wassermanagement: Die Huber Technology Stiftung fördert seit 2006 Projekte, die sich mit dem nachhaltigen Umgang mit Wasser beschäftigen.

Die Huber Technology Stiftung aus Berching fördert ein Projekt des Vereins K10 Afrika mit 2000 Euro: Das Bild zeigt Stiftungsvorstand Franz Bischof (v.l.), Heinz Stengel (K10) und Wolfgang Branner von Huber SE. - Foto: Manuel Schusterbauer/Huber SE

Um dieses Bewusstsein beim internationalen Ingenieurnachwuchs zu fördern und Studenten dafür zu belohnen, hat die Stiftung vor Jahren einen studentischen Wettbewerb ins Leben gerufen. Alle zwei Jahre wird der Preis bei der IFAT, der Weltleitmesse für Umwelttechnologien, vergeben – dank Geldern der Stiftung.

200.000 Euro Startkapital für Huber Technology Stiftung

Ins Leben gerufen hat sie der 2014 verstorbene Hans Georg Huber, nachdem er 2006 den Deutschen Umweltpreis erhalten hatte. Das Preisgeld von 200.000 Euro hat der Berchinger Unternehmer in die Hand genommen, um die Stiftung am 16. Mai 2006 zu gründen, wie dessen Sohn Georg Huber (Vorstandsvorsitzender der Huber SE) und Prof. Dr.-Ing. Franz Bischof (Vorstand der Stiftung) erzählen. Mit der Stiftung wollen die Verantwortlichen auch das Bewusstsein für das Element Wasser in der Öffentlichkeit stärken.

In den Anfangsjahren der Stiftung stand der Studentenwettbewerb mit Preisträgern aus der Schweiz oder Australien sowie Projekte im Ausland im Fokus. 2016 wurde beispielsweise ein Projekt in Ghana gefördert, bei dem den Dorfbewohnern von Owumunam bewusst gemacht werden sollte, wie wertvoll Wasser ist. 2018 wurden auch Menschen in der indischen Region Andhra Pradesh sensibilisiert, schonend mit der Ressource umzugehen.

Georg Huber ist Vorstandsvorsitzender und Gesellschafter der Huber SE im Berchinger Ortsteil Erasbach. - Foto: Nadine Rupp/Huber SE

„In den ersten Jahren haben wir viel Geld in die Welt investiert“, blickt Bischof zurück. Seit er im Juli 2014 den Vorstandsposten übernommen hat, habe man sich neu ausgerichtet. Es werden zwar nach wie vor Projekte im Ausland finanziert. „Aber wir forcieren es, regionaler zu unterstützen“, sagt Georg Huber.

Viele Projekte im Landkreis Neumarkt

Die Stiftung hat beispielsweise Baumpflanzaktionen von Schulen und Neugeborenen in Berching gefördert, Schulen und Kindergärten im Landkreis mit Wasserexperimentierkisten sowie Wasserspielplätzen. Während Corona habe die Stiftung auch Schwimmkurse im Berle-Bad initiiert, die Firma Huber SE habe diese finanziert, berichtet Georg Huber.

Das Unternehmen sprang auch finanziell in Jahren ein, als die Rendite bei der Bank nicht mehr so hoch war wie in den Anfangsjahren. Und so hat die Stiftung bisher nach Angaben von Bischof insgesamt 200 000 Euro gespendet. 2026 soll die jährliche Summe auf 20 000 Euro verdoppelt werden. Statt drei, vier Projekte im Jahr sollen damit im Jubiläumsjahr um die 20 gefördert werden, sagt Bischof.

Und auch nach dem Jubiläum will die Stiftung weiter Gutes tun. „Wir wollen das Regionale weiter forcieren“, blickt Georg Huber in die Zukunft.

Das ist die Huber Technology Stiftung aus Berching

• Anfänge: Die Huber Technology Stiftung mit Sitz in Berching wurde am 16. Mai 2006 mit der Anerkennungsurkunde der Regierung der Oberpfalz offiziell von Hans Georg Huber gegründet.

• Sinn: Der Zweck der Stiftung ist Förderung von Wissenschaft und Forschung, sowie Projekte im Bereich „Nachhaltiger Umgang mit Wasser“, auch unter Berücksichtigung des Klimawandels und der Bewusstseinsbildung.

• Kuratorium: Das Gremium entscheidet, welche Projekte unterstützt werden. Aktuell sitzen im Kuratorium neben Stiftungsvorstand Prof. Dr.-Ing. Franz Bischof (OTH Amberg-Weiden) unter anderem auch Georg Huber (Vorstandsvorsitzender der Huber SE) und Werner Thumann (Landschaftspflegeverband).