Runder Tisch zur Sicherheit am Schwandorfer Bahnhof – Das sind die Ergebnisse

Von Caroline Keller · 27. November 2025 um 19:00

Kürzlich trafen sich Vertreter der Stadt Schwandorf mit der Polizeiinspektion Schwandorf, der Bundespolizei Waldmünchen und der Deutschen Bahn in Schwandorf zu einem Runden Tisch zum Thema „Sicherheit am Bahnhof“. Dominik Fischer, Sachgebietsleiter Ordnungswesen der Stadt Schwandorf, berichtete in der vergangenen Sitzung des Hauptausschusses am Dienstag im Schwandorfer Rathaus von diesem Gespräch.

Alle Gesprächsparteien seien sich einig, dass der Schwandorfer Bahnhof kein Kriminalitätsschwerpunkt sei. Dennoch habe das Sicherheitsgefühl der Menschen am Bahnhof höchste Priorität. Die Reisenden wünschten sich vor allem mehr Polizeistreifen und eine bessere Beleuchtung der Unterführung zwischen den Gleisen.

Auf die Nachfrage von ÖDP-Stadtrat Alfred Damm, wie oft die Polizei da sei und ob der Ordnungsdienst der Stadt tätig werden könnte, informierte Fischer, dass dies in absoluten Zahlen nicht möglich sei. Auch habe die Polizei bei dem Gespräch daran erinnert, dass Personal nicht endlos vorhanden sei und man je nach Einsatzlage im Stadtgebiet schauen müsste, wie oft die Polizei dort auf Streife gehen könne.

Ordnungsamt darf am Bahnhof nicht kontrollieren

Ferner habe das Ordnungsamt der Stadt keine Befugnis, am Bahnhof zu kontrollieren, da die Bahn für das Gebäude zuständig sei. Lediglich der Bereich vor dem Eingang und der Zentrale Omnibusbahnhof könnten vom Ordnungsamt begangen werden.

Kurt Mieschala, Fraktionsvorsitzender der Unabhängigen Wähler, wollte zudem wissen, warum beim Runden Tisch der Kioskbetreiber nicht eingeladen war. Fischer informierte, dass man vom Betreiber nichts mehr gehört habe. Mieschala hingegen berichtete, dass der Kiosk-Betreiber unter der Kleinkriminalität, also den vielen Diebstählen, leide und deswegen aufgehört habe, sich zu melden. Auch kritisierte der Stadtrat, dass die Situation gegenüber dem Bahnhof mit der Substitutionspraxis unglücklich gewählt sei und „gewisse Leute“ an den Bahnhof spüle. Abschließend wünschte Mieschala sich, dass der Kiosk-Betreiber künftig wieder in die Gespräche miteinbezogen werden sollte.

Kleinkriminalität ist ein Problem

Auch SPD-Fraktionsvorsitzender Franz Schindler äußerte sich zum Bahnhof. „Man muss die Kirche im Dorf lassen. Nach der allgemeinen Einschätzung ist der Bahnhof kein Kriminalitätsschwerpunkt“, sagte Schindler und erinnerte daran, dass es die Kleinkriminalität auch in Supermärkten gebe. Für Reisende am wenigsten attraktiv sei die fehlende Barrierefreiheit auf dem Areal. Wer mit einem Rollator oder einem Kinderwagen zu den Gleisen wolle, tue sich schwer.

Er schlug vor, für mehr Attraktivität im Gebäude zu sorgen und die Aufenthaltsqualität zu steigern beispielsweise mit einem Zeitschriftenladen. Schindler äußerte den Eindruck, dass die Bahn die Reisenden eher abschrecken wolle. Er plädierte zudem dafür, das subjektive Sicherheitsgefühl durch mehr Polizeipräsenz zu verbessern und schlug die Etablierung einer Bahnpolizeistation vor. Auch das Areal besser zu beleuchten hielt er für eine gute Idee.

Oberbürgermeister Andreas Feller (CSU) nahm die Vorschläge zur Kenntnis. Ziel sei es, bis zum nächsten Runden Tisch im kommenden Jahr das Sicherheitsgefühl der Menschen auszuloten.