466 Kilometer in 48 Stunden: Regensburger Fern-Radler startet Spenden-Tour

Von Maja Schoplocher · 27. November 2025 um 10:00

Voll bepackt macht sich Lukas Laberer mit seinem Fahrrad auf den Weg von Regensburg nach Wien. Dafür hat er sich auch extra neue Reifen zugelegt. - Foto: Maja Schoplocher

Lukas Laberer wagt erneut ein Abenteuer auf dem Fahrrad und das wieder für den guten Zweck. Am ersten Dezemberwochenende macht sich der 31-Jährige auf den Weg von Regensburg nach Wien. Innerhalb von nur 48 Stunden und bei winterlichen Temperaturen will er die rund 466 Kilometer allein auf zwei Rädern zurücklegen. Mit dabei hat er nur das Nötigste: Zelt, Schlafsack und Verpflegung. Seine Fahrt steht im Zeichen des Engagements für den VKKK, den Verein zur Förderung krebskranker und körperbehinderter Kinder Ostbayern.

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Der VKKK unterstützt seit vielen Jahren betroffene Kinder und ihre Familien mit vielfältigen Aktionen und Projekten. Durch Spendengelder können persönliche Wünsche verwirklicht werden, etwa ein neues Fahrrad, ein Lego-Set. Diese können Kinder in eine Wunschbox auf der onkologischen Station in Regensburg werfen. Für Laberer war schnell klar, dass er wieder an einen regionalen Verein spenden möchte. „Mich motiviert, dass die Spenden hier in der Region bleiben und ich weiß, wem sie zugutekommen“, erklärt er.

Bereits vor vier Jahren hat Laberer die Strecke von Regensburg nach Wien einmal bestritten. Damals noch ohne große Erfahrung und mit überschaubarer Ausrüstung. 1500 Euro kamen im Jahr 2021 für einen neuen Therapie-Spielplatz des VKKK zusammen. „Ich bin einfach drauflosgefahren, das Equipment war noch nicht optimal“, erinnert er sich heute. Damals benötigte er sieben Tage bis zur Donau-Metropole. Inzwischen ist er geübter, plant seine Etappen präziser und hat mehrere große Touren erfolgreich gemeistert.

Fahrradtour bis zum Nordkap

Zu seinen bisherigen Unternehmungen zählen unter anderem eine Deutschland-Durchquerung von Neuschwanstein bis Kiel sowie eine ganz besondere Fahrradtour zum Nordkap, die er gemeinsam mit seiner Frau unternommen hat. Von Rostock aus legte das Paar auf dieser Reise 2195 Kilometer und 20780 Höhenmeter zurück. Dabei kamen Spenden in Höhe von 2885 Euro zusammen. Seine Leidenschaft fürs Radfahren begann schon früh, doch in den letzten Jahren hat sich daraus mehr als nur ein Hobby entwickelt.

Die organisatorische Vorbereitung spielt für ihn dabei eine ebenso große Rolle wie die mentale. „Gerade bei winterlichen Touren zählt neben körperlicher Fitness vor allem die mentale Stärke. Es gibt Momente, in denen man sich durchbeißen muss“, sagt der Lehrer, der in Parsberg unterrichtet. Seine Route nach Wien führt ihn entlang der Donau, über Teile des bekannten Donauradwegs, wo er mit eisigen Temperaturen und wechselhaftem Wetter rechnet.

Größte Herausforderung: Distanz, Zeitdruck, Kälte

„Die größte Herausforderung sehe ich in der Kombination aus Distanz, Zeitdruck und Kälte“, so Laberer. Start ist am Freitagnachmittag direkt nach Unterrichtsschluss, Zielankunft am Sonntagmittag. Dann geht nachmittags nämlich der Zug zurück nach Bayern. Ein festgelegtes Spendenziel gibt es dieses Mal nicht. Da die Strecke im Vergleich zu früheren Unternehmungen kürzer ist, setzt Laberer dieses Mal auf freiwillige Unterstützung. „Die Spenden treiben mich an, gerade wenn es anstrengend wird“, betont er. Nach Abschluss seines Wien-Abenteuers soll es für Lukas Laberer und seine Frau jedoch nicht ruhiger werden.

Für das kommende Frühjahr planen beide eine längere Reise nach Südostasien und Ozeanien, die teilweise ebenfalls mit dem Fahrrad absolviert werden soll. Besonders Neuseeland steht auf ihrer Liste ganz oben – dort möchten sie eine ausgedehnte Radtour unternehmen. „Die Fahrräder sind schon reserviert“, sagt er mit Vorfreude.

Gespendet werden kann auf der Website des VKKK unter vkkk-ostbayern.de. Und wer Lukas Laberer persönlich kennenlernen will, kann am 7. Dezember zu einer kleinen Ankunftsparty ab 18 Uhr im Biergarten der Augustiner Wirtschaft Regensburg kommen. Dabei geht ein Teil des Erlöses auch an den Verein.