Mord auf dem Newroz-Fest in Parsberg: Prozess gegen 43-jährigen Syrer startet im Januar

Von Markus Rath · 26. November 2025 um 10:56

Die tödliche Messerattacke auf dem Parsberger Zeltplatz (Landkreis Neumarkt i.d. Oberpfalz) beschäftigt nun offiziell das Landgericht Nürnberg-Fürth: Die Schwurgerichtskammer hat die Anklage gegen einen 43-jährigen Syrer zugelassen.

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Damit steht fest, dass der Mann sich ab 9. Januar 2026 im Strafjustizzentrum Nürnberg-Fürth wegen Mordes verantworten muss. Das teilte Gerichtssprecherin Corinna Rathke mit. Für das Verfahren sind 13 Verhandlungstage geplant; ein Urteil wird nach aktuellem Stand am 26. Februar 2026 erwartet.

Der Fall hatte weit über die Region hinaus für Aufsehen gesorgt: Während des kurdischen Neujahrsfestes Newroz, zu dem sich am 23. März rund 500 Menschen am Ortsrand von Parsberg eingefunden hatten, eskalierte ein schon länger schwelender Konflikt zwischen dem späteren Opfer und dem mutmaßlichen Täter. Beide Männer stammen aus Syrien und sollen sich nach Recherchen der Redaktion bereits vorher gekannt haben und schon früher in Konflikt miteinander geraten sein.

Polizei riegelte den Platz ab und registrierte zahlreiche Zeugen der Tat

Vor den Augen zahlreicher Zeugen – darunter auch die Ehefrau und Kinder des 39-jährigen Opfers – soll der Angeklagte zugestochen haben. Der Mann starb noch am Tatort. Für die Ermittler sei es ein „klarer Fall“, erklärte Oberstaatsanwältin Heike Klotzbücher bereits bei der Anklageerhebung. Der Beschuldigte sitzt seit sieben Monaten in Untersuchungshaft.