Kreisjugendring verleiht Inklusionspreis 2025 an vier Projekte im Landkreis Neumarkt

Die Herbstvollversammlung des Kreisjugendrings Neumarkt (KJR) stand ganz im Zeichen der gelebten Vielfalt: Im Rahmen der Sitzung wurde der Inklusionspreis des KJR verliehen – eine Auszeichnung für Projekte, die Teilhabe im Alltag sichtbar, selbstverständlich und erlebbar machen.
Wie der KJR mitteilt dankte die Vorsitzende Stefanie Meier den Gemeinden und Delegierten der Organisationen für ihre hervorragende Jugendarbeit. Sie hob hervor, wie wertvoll dieses breite Netzwerk für die Kinder- und Jugendarbeit im Landkreis sei.
Mit Unterstützung von Bezirksrätin Heidi Rackl verlieh der KJR den Inklusionspreis an vier Organisationen.
■ Erster Platz: 20 Jahre Orchester Kunterbunt – Inklusion als Klangbild: Das Orchester Kunterbunt feiert sein 20-jähriges Bestehen. Menschen mit und ohne Behinderung und unterschiedlicher Herkunft musizieren auf Augenhöhe. Das Orchester sei ein „musikalisches Abbild einer inklusiven Gesellschaft“ und zeige, dass Inklusion kein Ziel, sondern ein gelebter Prozess sei, so der KJR. Besonderer Dank galt Orchesterleiterin Evelyn Ebert, die das Orchester seit Jahren mit Herz und Engagement leitet.
■ Zweiter Platz: „mein Café“ des G6 – Musik verbindet: Zweimal im Jahr verwandelt sich der Raum des Jugendzentrums G6 in einen inklusiven Konzertort, an dem Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam feiern. Bands wie die „Kellergangband“ oder „Die Aluleitern“ stehen für Begegnung, Respekt und Freude an Musik. Organisation und Bewirtung übernehmen gemischte Teams, sodass Inklusion hier live auf der Bühne, davor und dahinter geschieht.

Zwei dritte Plätze gehen nach Rengersricht und Berching.
■ Dritter Platz: Freiwillige Feuerwehr Rengersricht – gelebte Kameradschaft: Seit 2022 ist Julian Teil der Jugendfeuerwehr in Rengersricht– mit einer Selbstverständlichkeit, die beispielhaft wirkt. Der Leitsatz der Feuerwehr Rengersricht ist „Nicht jeder Feuerwehrdienst ist Einsatzdienst.“ Zusammen gearbeitet wird bei Fahrzeugpflege, Funk, Logistik oder Schulungen und jeder wird vollständig integriert.

■ Dritter Platz: „Rama Dama – inklusiv“ in Berching: Unter Leitung der Gemeindlichen Jugendpflegerin Julia Ehrensberger entstand ein Projekt, das Menschen aller Generationen und Fähigkeiten zusammenbringt. Rund 60 Teilnehmende – von Bewohnern des Altenheims Regens Wagner, der BUND-Naturschutz, die Fischerei-Jugend, der Jugendtreff, Stadträte – und Familien aus der Gemeinde - sammelten gemeinsam Müll und stärkten das Gemeinschaftsgefühl.

In der Versammlung wurde auch der Haushaltsplan für 2026 einstimmig verabschiedet. Das Budget beträgt demnach rund 1,9 Millionen Euro. Dieses Budget sichert nach Angaben des KJR die vielfältigen Aufgaben und Projekte für 2026, von inklusiven Angeboten bis hin zur Unterstützung der Jugendarbeit im gesamten Landkreis.
Auch 2026 stehen beim KJR zahlreiche Angebote für Kinder und Jugendliche auf dem Programm, darunter die Adventurecamps im Winter und im Sommer, Ferienpass-Aktionen und -Fahrten, Spielmobil und Sommercampus, Sprachferien in England, Surf&Fun am Altmühlsee, jugendpolitische Bildungsfahrt, Planspiel „Heroes on Tour“ und Medienprojekte in Zusammenarbeit mit Medienfachberatung und Lebenshilfe.