Mehrere Tote auf A93: Unfall „körperlich und mental sehr fordernd“ für Einsatzkräfte

Von Kathrin Lechl · 24. November 2025 um 09:28

Die Nacht auf Montag werden zahlreiche Einsatzkräfte im Landkreis Schwandorf so schnell nicht vergessen. In den frühen Morgenstunden kam es zu einem tragischen Glätteunfall auf der A93 bei Maxhütte-Haidhof, bei dem drei Menschen ums Leben kamen und mehrere verletzt wurden. Es war ein „körperlich und mental sehr fordernder Einsatz“, berichtet der leitende Notarzt Dr. Wolfgang Schreiber.

Video ansehen

++ UPDATE: Schnee auf A93 brachte drei Männern den Tod – Schwerverletzter stundenlang im Wrack +++Die Bergungs- und Einsatzmaßnahmen werden laut Polizei voraussichtlich erst in den frühen Nachmittagsstunden abgeschlossen sein. Die genauen Umstände des Unfalls sind derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Die A93 in Fahrtrichtung München bleibt vorerst gesperrt. Die Oberpfälzer Polizei bittet weiterhin alle Verkehrsteilnehmer, den betroffenen Bereich weiträumig zu umfahren.

Sechs Eingeklemmte in einem Kleintransporter, dazu schwierige Straßenverhältnisse aufgrund von Glätte. Wegen des Eisregens konnten laut Schreiber nicht nur drei angeforderte Hubschrauber gar nicht erst starten, es habe auch lange gedauert, bis Rettungskräfte vor Ort waren. Er spricht von einem mental belastenden Einsatz und einem Einsatz, der ohnehin schon nicht alltäglich sei, zu dem dann auch noch Schneeregen und Kälte hinzukamen und alle Kräfte vor Herausforderungen stellten.

„Nach 20 bis 30 Minuten hatten wir dann zumindest für jeden Schwerverletzten einen Rettungswagen und einen Notarzt vor Ort“, erzählt Schreiber. Drei der sechs eingeklemmten Personen verloren noch an der Unfallstelle ihr Leben. Die teils schwer Verletzten mussten in eine Spezialklinik gebracht werden.

Viele Ehrenamtliche im Einsatz

Für alle Einsatzkräfte wurde vor Ort eine psychosoziale Notfallversorgung eingerichtet, wo sie nach dem schwierigen Einsatz nachbetreut wurden. Lobend erwähnt Schreiber auch die vielen ehrenamtlichen Einsatzkräfte, die zusätzlich alarmiert wurden. Darunter seien „Familienväter, die jetzt am Morgen noch zur Arbeit müssen“. Für alle sei es ein „körperlich und mental sehr fordernder Einsatz“ gewesen, so Schreiber.