Im Keller der „Alten Metzgerei“ in Bad Kötzting gibt es Spuren vom Brand im Jahr 1633

Von Stefan Weber · 21. November 2025 um 05:00

Am Ende des Workshops, in dem es um die Zukunft der „Alten Metzgerei“ ging, haben wohl fast alle den Postsaal mit einem guten Gefühl verlassen. Peter Brückner und sein Team haben Vorschläge präsentiert, die auf Anhieb umsetzbar erscheinen und den Kontext des historischen Gebäudes berücksichtigen.

Der Dachstuhl ist intakt und soll nicht verändert werden. - Foto: Stefan Weber/Brückner & Brückner
Ein Blick in den Ist-Zustand - Foto: Stefan Weber/Brückner & Brückner
Von 1837 stammt diese Skizze mit dem Gebäude (l.) und dem Amtsgericht (r.) - Foto: Stefan Weber/Brückner & Brückner
Rot markiert im Urkataster von 1831 „beim Riemer“ – die „Alte Metzgerei“, schon damals im Ortskern unweit der Kirchenburg - Foto: Stefan Weber/Brückner & Brückner

Bis in das Jahr 1633, als es einen Brand im Markt Kötzting gab, reichen die Funde im Untergrund des Gebäudes zurück: Im Gewölbekeller fänden sich noch heute Spuren davon. Auch wenn das Gebäude nicht unter Denkmalschutz steht – dafür wurde immer wieder zu viel gebaut, auch im 20. Jahrhundert – so habe die „Alte Metzgerei“ doch einen hohen historischen Wert.

Den belegte er anhand alter Skizzen und Lagepläne. Die Bausubstanz stammte zumindest in den unteren beiden Stockwerken (das dritte kam erst später dazu) in weiten Teilen aus dem 17. Jahrhundert. „Dieses Gebäude könnte so überall in Bayern stehen, es ist exemplarisch“ , sagte er. Elisabeth von Mücke von der Städtebauförderung des Freistaates nannte es „genial“, dass die Räume im Erdgeschoss bereits öffentlich durch die FreiRäume genutzt würden.

Wenn alles nach Plan läuft, soll der Stadtrat im Januar über die Machbarkeitsstudie sprechen. Bis März sollen mit der Vorbereitung der Vergaben der Planungsstart sein.