Leuchtturmprojekt für die gesamte Region: Politiker zu Besuch bei den 34. Bau-Begegnungstagen

Als ein Leuchtturmprojekt bezeichnete der Präsident der Handwerkskammer Dr. Georg Haber die 34. Bau-Begegnungstage im Bau- und Holzkompetenzzentrum Furth im Wald. Zusammen mit Vertretern von Politik, Ämtern und dem Handwerk besichtigte er am Dienstagmittag die einzelnen Stationen, die von den Schülern besucht werden können.
Studiendirektor Ulli Fischer konnte am Dienstagvormittag neben Dr. Georg Haber unter anderem auch den Obermeister der Bau-Innung Cham Franz Wilhelm, den stellvertretenden Landrat und Bürgermeister Sandro Bauer, Wolfgang Kürzinger von der Agentur für Arbeit, Schulamtsdirektor Andreas Lindinger, Martin Simmeth von der Schreiner-Innung und Tobias Weber von der Zimmerer-Innung begrüßen.
An den stellvertretenden Landrat Sandro Bauer gewandt, stellte er fest, dass vom Landkreis das Signal gekommen ist, dass sich an der Berufsschul-Außenstelle Furth im Wald demnächst etwas bewegen wird.
In diesem Jahr habe man zu den 34. Bau-Begegnungstagen eingeladen und seit der Premiere im Jahr 1991 hätten sich diese zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickelt. Diese Veranstaltung sei ein Aushängeschild für die gesamte Region. Die Gründer hätten damals viel Weitblick bewiesen. Heuer nun dürfen die Schüler neun praxisnahe Stationen besuchen und somit die Berufe wirklich kennenlernen.
Schüler lernen von Schülern
Wichtig sei auch, dass die Schüler von Schülern lernen, die die Stationen betreuen. Zudem würden die Bau-Begegnungstage auch den Austausch unter den Lehrkräften fördern. Sein Dank galt allen Lehrkräften für deren Engagement. Er verwies darauf, dass im Laufe der 34 Jahre insgesamt circa 7000 Schüler an den Bau-Begegnungstagen teilgenommen haben. Neu sei in diesem Jahr, dass auch Schüler aus dem Landkreis Schwandorf begrüßt werden können, und zwar aus Bruck, Nittenau und Neunburg vorm Wald.
Außenstellenleiter Hans Altmann wies darauf hin, dass Montag und Dienstag insgesamt 324 Schüler im Hause sind. Der Obermeister der Bau-Innung Cham Franz Wilhelm bemerkte, dass es im Landkreis Cham viele interessierte Schüler gibt, die den Bauberuf ergreifen. Innerhalb der Landkreise in der Oberpfalz entfiel 2024 über ein Drittel aller neueingetragenen Maurer-Ausbildungsverträge auf Cham, und zwar 35 von 91.
Der Präsident der Handwerkskammer Dr. Georg Haber stellte fest, dass die Bau-Begegnungstage eine große Tradition mit einem Riesenerfolg haben. Für ihn seien diese ein Leuchtturmprojekt. Er wies darauf hin, dass das Handwerk in Niederbayern und der Oberpfalz 220 000 Mitarbeiter zähle. Somit sei dies eine Schlüsselbranche. Wichtig sei es jungen Menschen aufzuzeigen, dass der Weg im Handwerk sicher und auch der richtige ist. Schließlich stehe das Handwerk zu seinen Mitarbeitern. Zum Start in das neue Ausbildungsjahr hätten sich über 5000 junge Menschen für das Handwerk entschieden.
Stellvertretender Landrat Bürgermeister Sandro Bauer, der zusammen mit Marina Schmid von der Wirtschaftsförderung gekommen war, stellte ebenfalls fest, dass die Bau-Begegnungstage, die unter dem Motto „Begegnung mit Bauberufen“ stehen, ein enormer Erfolg seien. Vor allem, weil hier viele junge Menschen die Möglichkeit haben Berufe kennenzulernen. Erfreulich sei, dass in den letzten 20 bis 25 Jahren die sozialversicherungspflichtigen Stellen im Landkreis um fast 40 Prozent gestiegen sind. Ein Erfolgsgarant sei die duale Ausbildung und es sei wichtig auch weiterhin die Bau-Begegnungstage anzubieten. Sein Dank galt der Bau-Innung für die Finanzierung der Busse. Ein weiterer Dank galt den Betrieben, die junge Menschen aufnehmen.
Wolfgang Kürzinger von der Agentur für Arbeit stellte fest, dass die Bau-Begegnungstage eine Ergänzung für die Berufsberatung seien. Erfreulich sei, dass man im Landkreis Cham eine Arbeitslosenquote von nur drei Prozent habe. Somit sei man die drittstärkste Kraft in Bayern. 2024 habe es 1900 Ausbildungsstellen gegeben und dies zeige, dass der Nachwuchs die Zukunft der Firmen sei. Die Steigerung sei auch durch die Migration entstanden. Die Menschen möchten einfach in der Region bleiben. Positive Zukunftstendenzen gebe es beim Bau- und beim Hotel- und Gaststättenbereich.
Alle halten zusammen
Studiendirektor Hans Altmann fügte hier an, dass es wichtig sei die Schulen für die Migrationsarbeit noch besser zu unterstützen. Dr. Georg Haber ergänzte: „Hier darf nicht gespart werden!“ Schulamtsdirektor Andreas Lindinger sagte im Namen aller Mittelschüler Danke. Dem Bauhandwerk bescheinigte er ein hohes Niveau in der Ausbildung. Martin Simmeth von der Schreiner-Innung betonte, dass 34 Jahre Bau-Begegnungstage nur funktionieren können, weil alle zusammenhalten. Tobias Weber von der Zimmerer-Innung dankte den Organisatoren und für die Unterstützung.