Martin Frank in der Parkarena Furth im Wald in nur vier Minuten ausverkauft

Martin Frank kommt nach Furth im Wald. Das war die Meldung des gestrigen Tages, die sich wie ein Lauffeuer im Landkreis Cham verbreitet hat. Nach nur vier Minuten war die Parkarena ausverkauft.
„So was haben wir noch nicht erlebt“, sagt eine überglückliche Karin Stelzer. Die Kulturamtsleiterin spricht davon, dass die Telefonleitungen den ganzen Vormittag auf allen Nebenstellen geglüht haben. „Ich bin um kurz nach zehn in der Touristinfo angekommen, da waren die Karten schon weg.“
Es gibt eine Warteliste
Genauer gesagt war es 10.04 Uhr, als das letzte Ticket verkauft war. „Wir konnten vielleicht vier oder fünf Leute glücklich machen, die zu uns gekommen sind“, so Stelzer. Die Touristinfo reserviert auch online über den Anbieter Faire Tickets.
Der Betreiber der Plattform, Matthias Meier, tritt gleichzeitig zusammen mit der Stadt als Veranstalter des Events auf. Auch er hat das in dieser Form noch nicht erlebt. „Das war schon sehr auffällig“, sagt er, der selbst lange Jahre als Musiker und Kabarettist unterwegs ist. Fans kennen ihn von der Kultformation „Da Huawa, da Meier und I“, die alle Bühnen landauf landab bespielt hat.
Meier sagt, er hat mit diesem Ansturm nicht gerechnet. Er habe das Werbepaket geschnürt und den Vorverkaufsstart gemacht. Wenig später war der virtuelle Veranstaltungssaal ausverkauft.
„Wir haben jetzt eine Warteliste freigeschaltet, in der man sich eintragen kann“, macht er Hoffnung, dass es einen zweiten Termin geben könnte. Ob das im Bereich des Möglichen liegt, steht noch in den Sternen. Frank ist ohnehin ausgebucht, die Termine für 2026 bereits festgelegt. Irgendwann braucht auch der fleißigste Komiker eine Pause. „Aber natürlich wäre es unser aller Wunsch, dass Martin Frank einen Zusatztermin macht.“
Woher dieser Ansturm kommt, erklärt Meier so: Der aus dem niederbayerischen Hutthurm stammende Comedian ist gerade extrem beliebt. Die Dreiländerhalle in Passau, wo er im Herbst auftritt, ist mit 3800 Personen bereits einmal ausverkauft, der Zusatztermin auch schon zur Hälfte. Der zweite Punkt: Die Menschen lieben einfach die Parkarena. So ist es Meier übrigens auch ergangen. Als er zum ersten Mal unter der Kuppel gestanden hat, war er mächtig beeindruckt und sofort begeistert. Schon da ist ihm die Idee gekommen, Frank nach Furth im Wald zu bringen. „Ich habe 20 Jahre lang auf Bühnen gestanden, aber die Parkarena ist schon etwas Besonderes.“
Sowas haben wir noch nicht erlebt.Karin Stelzer,Kulturamtsleiterin
Er findet es gut, dass Stelzer und Bürgermeister Sandro Bauer hinterher sind, die Parkarena mit Leben zu füllen. Lange Jahre war er mit seiner Band Teil der Szene. Da lernt man natürlich auch die Kollegen kennen. Synergieeffekte sind da ganz normal. Hat er denn schon einen weiteren Knaller in Vorbereitung? Meier gibt sich bedeckt, trotzdem ahnt man, dass weitere Top-Events folgen könnten, wenn er sagt: „Wir möchten den Fans nicht zu viel versprechen.“
Bis zu 999 Gäste möglich
Wie berichtet, fasst die Parkarena in ihrer Urform 450 Menschen, die auf den Stufen unter der Kuppel sitzen können. Die Stadt hat die Stühle, die während der Landesgartenschau vor der Hauptbühne gestanden haben, gekauft. Das ergibt weitere 300 Sitzplätze, die in der Arena bestuhlt werden können. Das wurde so vom Landratsamt genehmigt, erklärt Bauer. Die erweiterte Genehmigung ermöglicht es, bis zu 999 Menschen unterzubringen. Dazu werden in der Arena Stehtische aufgestellt. Für Martin Frank wurde Variante zwei mit insgesamt 750 Sitzplätzen gewählt.