Winterzauber: Schwandorf arbeitet noch am Sicherheitskonzept

Die Vorfreude auf die Weihnachtsmärkte steigt von Tag zu Tag. Doch der eine oder andere Besucher macht sich auch Sorgen, ob der Genuss von Glühwein und Lebkuchen noch sicher ist. Städte und Betreiber versuchen mit verschiedenen Maßnahmen, die Weihnachtsmärkte sicher zu machen. Auch beim Winterzauber in Schwandorf spielt das Thema eine Rolle.
Vor gut einer Woche startete der Aufbau des Winterzaubers im Schwandorfer Stadtpark. Die 30 Buden stehen inzwischen an ihren Plätzen, auch mit Tannenzweigen sind sie bereits ausgestattet. Die weihnachtliche Beleuchtung und der leuchtende Schwan werden in den nächsten Tagen noch angebracht und aufgestellt.
Alle Weihnachtsmärkte der Region finden Sie hier in unserer durchsuchbaren Tabelle.
Eine Woche früher begonnen mit Aufbau
Seit 14 Tagen kümmern sich die Mitarbeiter des Bauhofs vorrangig um die Weihnachtsvorbereitungen – neben dem Aufbau des Winterzaubers muss auch die Weihnachtsbeleuchtung in der gesamten Stadt installiert werden. Der Aufbau habe heuer eine Woche früher begonnen, erklärte Oberbürgermeister Andreas Feller (CSU) beim Vor-Ort-Termin im Stadtpark. Es solle alles etwas entspannter ablaufen. Und doch kommen auch die Schwandorfer um ein Thema nicht herum, das gerade viele Kommunen beschäftigt: Wie kann der Weihnachtsmarkt vor Attacken gesichert werden? Bestehende Sicherheitskonzepte wurden dafür überarbeitet und verstärkt. Die Folge sind massive Absperrungen, Videoüberwachung, verstärkte Polizeikontrollen und kommunale Sicherheitsdienste.

Beim alljährlichen Treffen der Bürgermeister aus dem Landkreis Schwandorf in diesem Frühjahr hatten Gemeindechefs beklagt, dass die Sicherheitsvorkehrungen für Feste die Kommunen überfordern würden. Manche Veranstaltung werde da wohl nicht mehr stattfinden können. Bei den Weihnachtsmärkten in der Region ist von Absagen bisher nicht die Rede. Auch Schwandorfs OB betont, dass eine Absage des Winterzaubers keine Option gewesen sei. Feller scheint das Thema Sicherheit weniger umzutreiben als manchen Amtskollegen.
Wir werden nach dem Aufbau mit dem Ordnungsamt schauen, wo zusätzliche Maßnahmen erforderlich sind.Andreas Feller, Schwandorfs OB
„Wir werden nach dem Aufbau mit dem Ordnungsamt schauen, wo zusätzliche Maßnahmen erforderlich sind“, erklärt er auf Nachfrage der MZ. Die Stadt werde das Notwendige veranlassen, fügt er noch hinzu. Seiner Meinung nach müsse eine Balance zwischen Sicherheit und unbeschwertem Winterzauber-Bummel gefunden werden.
Dass sich Schwandorf an anderen Städten orientiert, wo Weihnachtsmärkte teilweise mit riesigen Betonklötzen abgesichert werden, hält der OB nicht für erforderlich. „Jede Stadt, jeder Platz ist anders“, findet Feller. Durch den Standort im Stadtpark habe der Winterzauber eine „gut geschützte Insellage“, ist der Rathauschef überzeugt.
Das Winterzauber-Gelände ist mit dem Auto nur von der kleinen Naabbrücke aus erreichbar. Über diese Zufahrt müssten auch Fieranten, Lieferanten und Rettungskräfte den Stadtpark erreichen können. Diese Zufahrt könne deshalb nicht so einfach mit riesigen Betonklötzen zugestellt werden. „Wir könnten schon dicht machen, aber dann sind wir unter uns.“ Die Sicherheit des Winterzaubers werde auf jeden Fall mit der Polizei abgestimmt, erklärt Feller.
Vernünftige Durchmischung der Stände
Die Buden seien so positioniert worden, dass es eine „vernünftige Durchmischung“ gibt, so der OB. Neben den 30 Buden wird es ein „schönes, buntes Programm“ geben, verspricht Citymanagerin Sonja Zindel. Ein besonderer Anziehungspunkt für die Besucher wird wieder die Eislaufbahn mit 300 Quadratmetern Fläche sein, ist sie sich sicher. „Der Winterzauber bringt Licht, Freude und Gemeinschaft in die dunkle Jahreszeit – genau das, was wir alle in dieser Zeit brauchen“, betont Feller.
Höhepunkte im Programm
• Freitag, 28. November: 16.45 Uhr Feierlicher Laterneneinzug mit Christkind und Nikolaus; 17 Uhr Eröffnung mit OB und Blaskapelle Dachelhofen
• Samstag, 29. November: 17 Uhr Oberpfälzer Schlossteufel
• Dienstag, 2. Dezember: 16 Uhr Eisschnitzer (auch 11. Dezember)
• Samstag, 6. Dezember: 19 Uhr One Wild Night – Bon Jovi Tribute Band
• Sonntag, 7. Dezember: 17 Uhr Stelzengeher Schneekönigin und Eisprinzessin
• Freitag, 12. Dezember: 19 Uhr, Saitensprung (Akustik Rock)
• Samstag, 13. Dezember: 15.30 Uhr Weihnachtschor des Musikstudios Melody singt schwungvolle, poppige Weihnachtslieder
• Dienstag, 16. Dezember: 17 Uhr, Chor und Schulband Kreuzbergschule
• Freitag, 19. Dezember: 19 Uhr, Isi - The Folksinger
• Mittwoch, 31. Dezember: 22 Uhr Silvesterparty mit Lasershow und DJ Markus Gottsauner