„Sie sind die Helden“ - 128 Aktive der Feuerwehren für ihre Einsätze geehrt

Von Alan Jordan · 17. November 2025 um 19:00

25, 40, und 50 Jahre aktiver Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr, das soll geehrt werden – und deswegen fand die Verleihung der Staatlichen Feuerwehr-Ehrenzeichen im Landratsamt Kelheim statt. Insgesamt 128 Aktive wurden geehrt.

Sie stammen aus 42 Freiwilligen Feuerwehren und 18 Gemeinden, darunter sind 62 Aktive mit einer Dienstzeit von 25 Jahren, 52 Aktive mit einer Dienstzeit von 40 Jahren, und 14 Aktive mit einer Dienstzeit von 50 Jahren. Sie wurden am Freitagabend im Landratsamt Kelheim für ihr Engagement ausgezeichnet.

Neben den Feuerwehreinsatzkräften waren als Gäste anwesend: Kelheims Landrat Martin Neumeyer, die Kommandanten und Vereinsvorstände der Freiwilligen Feuerwehren, die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Gemeinden, Vertreter der Feuerwehrführung des Landkreises Kelheim, Vertreterinnen und Vertreter des Landratsamtes Kelheim sowie die Blasmusikgruppe „Blechlawine“, die den Abend musikalisch untermalte.

Selbstloser EinsatzBevor es mit der Vergabe der Ehrenzeichen losging, begrüßte Landrat Martin Neumeyer die anwesenden Gäste und hielt eine Festansprache. „Sie sind die Helden, die für das Wohl der Leute sorgen“, sagte Neumeyer. Er bedankte sich bei den Einsatzkräften für ihren selbstlosen Einsatz und ihr tägliches Engagement.

Der Landrat lobte außerdem die Arbeit in den Kinder- und Jugendfeuerwehren, die unter anderem erfreuliche Mitgliederzahlen vorweisen können. Es gibt aktuell 82 Jugendgruppen mit 816 Jugendlichen, darunter 264 Mädchen und 552 Jungen. Außerdem gibt es 24 Kinderfeuerwehren mit 491 Kindern, darunter 190 Mädchen und 301 Jungen (Stand: 31. Dezember 2024).

Im Anschluss an seine Rede übergab Landrat Martin Neumeyer das Wort an Kreisbrandinspektor Karl-Heinz Brunner. „Was in diesen Tagen zu kurz kommt, ist die gesellschaftliche Verantwortung“, sagte der Kreisbrandinspektor. Er beobachte einen wachsenden Egoismus und eine mangelnde Zivilcourage in der Gesellschaft. In den Kinder- und Jugendfeuerwehren hätten junge Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit Verantwortung zu schulen. „Hilfe holen und nicht wegschauen“, ist das Motto, das Brunner unter Zivilcourage versteht.

2025 sei ein turbulentes Jahr gewesen – sei es wegen den Kriegen oder dem weltpolitischen Chaos, sagte er weiter. „Wir leben in einer beunruhigenden Zeit und müssen uns auf alle möglichen Szenarien vorbereiten“, sagte der Kreisbrandinspektor. Karl-Heinz Brunner betonte aber auch, dass die Einsatzkräfte der Feuerwehren hervorragend vorbereitet seien und bedankte sich bei seinen vielen Kameraden in den Feuerwehren für ihren unermüdlichen Einsatz für die Gesellschaft.

Übung für den GillamoosEines der besonderen Ereignisse, welches sowohl von Landrat Martin Neumeyer als auch von Kreisbrandinspektor Karl-Heinz Brunner angesprochen wurde, war die Großübung „Ägidius 2025“ am 29. August in Abensberg, bei der der Sonderplan für den damals anstehenden Gillamoos in Abensberg geübt wurde. Von insgesamt circa 780 Einsatzkräften wurden elf verschiedene Szenarien abgearbeitet, um sich auf den bevorstehenden Jahrmarkt vorzubereiten. 35 Feuerwehren nahmen an der Übung teil und bereiteten sich auf Szenarien wie zum Beispiel Brände und Unfälle vor. Die Gesamtkosten für die Aktion beliefen sich auf ungefähr 18.000 Euro, davon kamen 8.000 Euro als Zuschuss des Freistaats.

Sie sind rund um die Uhr einsatzbereit, retten, bergen und löschen im Dienst der Allgemeinheit, wie bei einem Brand in Abensberg-Gaden im Mai 2025. - Foto: NEWS5

Was zu diesem Zeitpunkt noch keiner ahnen konnte, war, dass ein bevorstehendes Unwetter für tatsächliches Chaos am Gillamoos Donnerstag sorgen sollte. Wegen einer Unwetterwarnung wurde der Festabend abgebrochen und der gesamte Platz geräumt, was Dank der Arbeit der Einsatzkräfte gut funktionierte.

Im Anschluss an die Festreden wurden die Ehrenzeichen samt Urkunden ausgehändigt. Für 25 Jahre aktive Dienstzeit gab es das Ehrenzeichen in Silber, für 40 Jahre in Gold und für diejenigen, die bereits seit 50 Jahren aktiv dabei waren, gab es das große Ehrenzeichen. Nach der Verleihung wurden Erinnerungsfotos geschossen und danach sangen alle anwesenden Gäste gemeinsam die Bayernhymne.