CSU-Ortsverband Neunburg feierte 80-jähriges Bestehen – Engagierte standen im Vordergrund

Von Ralf Gohlke · 16. November 2025 um 19:00

Ein 80. Geburtstag ist ein Grund zum Feiern. Da machte auch der CSU-Ortsverband Neunburg keine Ausnahme und lud seine Mitglieder, einschließlich der dazugehörigen Frauenunion und der Jungen Union in das Hotel-Gasthaus Sporrer zu einem Festabend ein. Solche Gelegenheiten bieten sich auch dazu an, langjährigen und verdienten Mitgliedern einen Dank für ihre ehrenamtliche Arbeit und langjährige Mitgliedschaft auszusprechen. Das stand auch im Vordergrund dieses Abends.

Ortsvorsitzender Thomas Straller freute sich, dass so viele Gäste der Einladung gefolgt waren. Er betonte, dass 80 Jahre einen langen Zeitraum darstellen würden und viele der Anwesenden wohl kaum Erinnerungen an die Gründerjahre hätten. Viel zu erzählen gäbe es jedoch aus der Zeit der Gründung, im Jahr 1945, unmittelbar nach Ende des zweiten Weltkrieges.

Der 80. Geburtstag des CSU Ortsverbandes bot eine gute Gelegenheit, zahlreichen Mitgliedern für ihre langjährige Treue und Unterstützung zu danken. - Foto: Ralf Gohlke

Netzwerk für die Heimat

„Wir blicken heute zurück auf das Engagement von Menschen, die sich über Jahre hinweg mit Herzblut, Tatkraft und Überzeugung für unsere Stadt, unsere Region und unsere gemeinsame politische Heimat eingesetzt haben“, erklärte Bürgermeister Martin Birner (CSU). Deren Einsatz, sei es in der Kommunalpolitik, in den Gremien, der Partei oder im Ehrenamt, verdiene nicht nur Anerkennung, sondern auch tiefen Respekt.

Der Neunburger Ortsverband sei mehr als eine politische Organisation. Er sei vielmehr ein Netzwerk aus Persönlichkeiten, die Verantwortung übernehmen, gestalten und sich für das Allgemeinwohl einsetzten würden. Stets getragen sei dieser Gedanke von dem festen Willen, die Heimatstadt voran zu bringen.

Respekt statt Anfeindungen

„Auch die Mitgliedschaft in einer Partei ist ein Ehrenamt, das wir hochhalten sollten“, sagte Landrat Thomas Ebeling. Leider gäbe es gerade dafür immer weniger Dank. Häufiger dagegen sähen sich Mandatsträger Anfeindungen ausgesetzt. Das nutzten populistische Kräfte für ihre Zielsetzungen. Die Christlich Soziale Union stehe fest zu ihren Werten im Hinblick auf die Demokratie.

Die Vorstandschaft hatte außerdem zwei Gastredner aus den eigenen Reihen verpflichtet, die vor allem den Jüngeren einen Einblick in die Arbeit der CSU zum Wohle der Stadt vergaben. Das war zunächst der ehemalige Stadtrat, Klaus Zeiser. Er blickte zurück bis ins Jahr 1996, als er, gleich als junger Stadtrat zum Fraktionsvorsitzenden gewählt wurde. Damals habe die CSU gerade ihre Mehrheit verloren. Detailreich berichtete er, wie schließlich die absolute Mehrheit wieder hergestellt und mit Martin Birner auch das Bürgermeisteramt wieder zurück gewonnen werden konnte.

Auch „heiße Themen“ angepackt

Zahlreiche „heiße Themen“ hätten über die Jahre angepackt und zu einem guten Ende gebracht werden müssen, vom Feuerwehrwesen bis zum Bürgerbegehren gegen die Planungen für das neue Stadthallenareal. „Nackenschläge“seien die Schließung des Krankenhauses und der Kaserne gewesen. Schließlich hätten aber viele Vorhaben, auch gegen Widerstände, durchgesetzt werden können, wie der Ausbau des Industriegebietes Seugn oder das neue Rathaus. Beides präge nun das Stadtbild.„Heute steht Neunburg auf einer soliden Basis und einem festen Fundament bilanzierte Zeiser am Ende.

Peter Wilhelm beleuchtete, teils auch mit einem Schmunzeln, die Entwicklung der CSU nach ihrer Gründung. Sie stand seinerzeit, wie alle Partien unter Beobachtung der Amerikaner. Er ging vor allem auf viele Persönlichkeiten dieser Zeit ein, welche die Entwicklung prägten, einschließlich der Oberpfälzer Abgeordneten und Minister. Wilhelm gehörte an diesem Abend zu den Mitgliedern, die außer der Anerkennung für jahrelange Mitgliedschaft, auch mit der Ehrennadel der CSU ausgezeichnet wurden. Wilhelm (84) habe selbst in schwierigen WAA-Zeiten souverän den CSU-Kreisverband geleitet.

Mit ihm ausgezeichnet wurde Gabriele Irlbacher. Sie führte über Jahrzehnte hinweg alle schriftlichen Arbeiten für den Ortsverband aus und ist nach wie vor in der Vorstandschaft. Peter Wunder erhielt die Ehrennadel für seine Tätigkeit als früherer Ortsvorsitzender und Geschäftsführer.

Ihnen galt Anerkennung:

25. Jahre: Siegfried Dettmann, Michaela Dettmann, Johannes Schart, Peter Scheitinger, Christiane Steininger, Simon Steininger und Josef Turban

30 Jahre: Anton Scherr, Hubert Obendorfer, Jochen Ullmann und Marianne Zeiser

35 Jahre: Nikolaus Baumgärtner, Christa Beer und Maria Duscher

40 Jahre: Gabriele Irlbacher und Roswitha Steidl

45 Jahre: Albert Bauer, Stefan Drexler, Anton Jordan, Josef Ebenschwanger, Brigitte Fischer, Alfred Lottner, Anna Lottner, Burga Männer, Michael Probst, Waltraud Pschorn, Josef Scheitler, Anton Steininger, Richard Wagner ,Ulrich Zeiser

50 Jahre: Alfred Bauer, Georg Beer, Wolfgang Probst, Ingo Simandi und Peter Wilhelm

55 Jahre: Georg Schmid

60 Jahre: Alois Deml und Josef Söllner