Markt zeigt, was Region Neumarkt bei nachhaltigem Leben zu bieten hat

Neumarkt hat zum fünften Mal die Nachhaltigkeitswochen veranstaltet, deren Abschluss die Nachhaltigkeitskonferenz war. Diese bot nochmals ein volles Programm, das unter der Überschrift stand: „Die Zukunft is(s)t nachhaltig und fair“. Wie das gelingen kann, zeigte unter anderem ein „Marktplatz für natürlichen und gesunden Genuss“ im Hochschulgebäude.
Der Marktplatz mit seinen Ständen zeigte zudem, wie vielfältig sich die Region des Themas Nachhaltigkeit annimmt. Von Bio-Essen über Fairtrade bis hin zu Achtsamkeit wurde viel geboten. Was alle Stände verband, war der Antrieb, die Welt ein klein bisschen besser machen zu wollen. Dabei geht es aber nicht nur um andere, sondern es beginnt bei der Liebe für sich selbst.
Melissa Renner präsentierte beispielsweise nicht nur ihre nachhaltigen Cookies, sondern auch ihre Coachings, mit denen sie Menschen unterstützen möchte. Ihr Fokus liege darauf, die Liebe zu sich selbst zu leben, sagte sie.

Auch Florian Märtl, vom BioMarkt Dinkelähre sieht die Verbindung von nachhaltigem Leben und Zufriedenheit. „Der Laden läuft gerade in Zeiten, in denen es den Menschen gut geht“, stellt Märtl fest. Das sei paradox, denn gerade wenn es einem durch Krisen sowieso nicht gut gehe, ernähre man sich ungesund.
Region Neumarkt hat viele Bio-Landwirte
In seinem Geschäft gibt es um die 8000 Produkte im Vollsortiment. Diese bezieht Märtl von 80 Direktlieferanten, wovon gut die Hälfte regional agiert. Neumarkt hat man nach Märtls Ansicht Luxus, dass es schon viele Bio-Bauern gibt. Für ihn sei gerade Lammsbräu ein wichtiger Pionier.
Auch der Weltladen Welt Winkel 360° konzentriert sich auf Fairtrade- und Bioprodukte. Laut den Mitarbeiterinnen am Stand sind sie immer bei den Nachhaltigkeitstagen vertreten und versuchen auch im Laden auf umweltbewusstes Leben aufmerksam zu machen. So gab es beispielsweise schon Abende mit einer Geschichtenerzählerin oder eine Vortrag zur Zusammenarbeit mit der Partnerkommune Drakenstein. Mit seinem neuen Konzept hat der Weltladen dieses Jahr einen Sonderpreis im Wettbewerb „Hauptstadt des fairen Handels“ gewonnen.

Auch die Benediktinerabtei Plankstetten war mit einem Stand vertreten. Sie versorgt sich autark, ist daher komplett unabhängig von äußeren Faktoren. Laut Raphaela Klein packen auch die Mönche selbst an. Gemüse und Obst gebe es nur saisonal und auch die Tiere werden vor Ort gehalten.
Von Nachhaltigkeit profitieren alle Menschen
Klein sieht auch für Haushalte Möglichkeiten zur teilweise Selbstversorgung. Klein: „Ein Hochbeet ist ein erster Schritt, an dem man sich schnell erfreuen kann.“
Viola Taubmann, Mitglied im Netzwerk Blühende Landschaft, weiß wie wichtig es ist, Leute emotional zu gewinnen. „Wenn die Leute nicht überzeugt sind, wird es mit der Biodiversität auch nichts“. Nach Ansicht von Taubmann profitieren im Kern alle von Nachhaltigkeit. Die Natur sähe schöner aus und die Lebensmittel schmeckten besser.