Spezialfirma setzt das Gemäuer der Burgruine Schwarzenburg instand

Die Mauern der Schwarzenburg in Rötz (Landkreis Cham) stecken voller Geschichte und haben die Jahrhunderte überdauert. Was nicht heißt, dass der Zahn der Zeit nicht an der Ruine nagt: Insbesondere durch Bewuchs, Frost und Wasser sind Schäden an dem Gemäuer entstanden, weiß Dominik Schwarz, Leiter des Forstbetriebs Roding, in dessen Zuständigkeitsbereich die Burg auf dem Rötzer Hausberg liegt. Jetzt muss sogar eine Spezialfirma ran.
Damit die Burg auch noch für künftige Generationen erhalten werden kann, führt sie seit wenigen Wochen Sanierungsmaßnahmen an der Burgmauer durch. Vor Ort sind Mitarbeiter der SEB-Baugesellschaft aus Apolda bei Weimar. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben bundesweit auf die Sanierung von Natursteinmauerwerk spezialisiert.
Wichtigstes Ziel: Sicherheit aufrecht erhalten
Das vorrangige Ziel der Sanierungsmaßnahmen ist laut Schwarz, die Verkehrssicherheit der häufig frequentierten Bereiche aufrechtzuerhalten. Mit den Gerüstarbeiten wurde bereits Ende September begonnen, diesen folgte die Bearbeitung des Mauerwerks.

Bei den Maßnahmen, die durchgeführt werden, handelt es sich um Mauersicherungen unterhalb der Schwarzwihrberghütte und des südöstlichen Batterieturms sowie die Erneuerung der Zugänglichkeit zum Bergfried, sprich der Treppe.
Bei den Mauern wird zunächst der Bewuchs entfernt, danach werden die Verfugungen erneuert und ergänzt, so der Forstbetriebsleiter. Im Anschluss folgt die Erneuerung beziehungsweise Abdichtung der Mauerkrone.
Alle Maßnahmen mit den Behörden abgestimmt
Das Hauptproblem bei der Sanierung stellen Wasser, Witterung und die Zugänglichkeit der Wandbereiche dar, so Schwarz. Alle Maßnahmen sind mit den entsprechenden Behörden, wie Denkmalschutz, Naturschutz und Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten abgestimmt.

Der Kostenträger sind die Bayerischen Staatsforsten. Für die aktuelle Burgsanierung sind rund 300 000 Euro vorgesehen. Und obwohl die „landbeherrschende Grenzburg“, wie in „Die Schwarzenburg“ von Johann Paulus, herausgegeben vom Schwarzwihrbergverein, nachgelesen werden kann, „aus hartem Granitgestein erbaut“ wurde, wird es sicherlich nicht die letzte Instandsetzung der alten Mauern gewesen sein.
Auch auf den Schwarzwihrbergverein und die Märchenzeit für Jung und Alt wurde natürlich bei den Planungen Rücksicht genommen: Mit den Sanierungsarbeiten wurde erst nach der vergangenen Festspielsaison, bei der der „König Drosselbart“ aufgeführt worden ist, begonnen. Und wie der Forstbetriebsleiter informiert, sollen alle drei Maßnahmen bis zum Beginn der nächsten Festspielsaison abgeschlossen sein – damit „Das Kleine Gespenst“ gebührend in dem alten Gemäuer herumspuken kann.