Sperrung: Baustelle an der Dr. Georg Schäfer-Straße Furth im Wald wird viel Geduld erfordern

Von Alexander Frimberger · 13. November 2025 um 19:00

Wer in den kommenden Tagen in das Gewerbegebiet an der Dr. Georg Schäfer-Straße will, muss größere Verzögerungen und Behinderungen in Kauf nehmen. Grund ist eine, wie es seitens der Verantwortlichen heißt, alternativlose Sanierung des Bahnübergangs, der sich von der Bundesstraße B20 kommend vor dem Gewerbegebiet befindet.

Zum Pressegespräch mit Bürgermeister Sandro Bauer und dem verantwortlichen Mitarbeiter der Stadtverwaltung wurde per Video auch Jakob Bauer zugeschaltet, bei der Bahn zuständig für die Betreuung von Bahnübergängen. Er schilderte das Problem vor Ort so: Der Belag zwischen den Gleisen wurde durch Lkw und vor allem die besonders langen Vehikel massiv beschädigt.

Bodenplatten lösen sich

Durch das Aufsetzen auf den Platten lösen sich diese immer wieder. Das habe bereits zu Einschränkungen vor allem im Zugverkehr geführt, der hier stark abgebremst werden muss. Hintergrund ist, dass der Bereich nicht eben ist, es vielmehr eine Kuppel- und Wellensituation gibt. Im Zuge der Baumaßnahmen wird der Gummibelag durch Beton ersetzt. Dazu müssen auch die Gleise herausgeschnitten werden, weil der gesamte Bereich mit einer Betonschicht versehen wird. Zusätzlich wird seitens der Stadt die Straße so angepasst, dass ein Aufsetzen in Zukunft nicht mehr möglich ist.

Das Vorhaben ist, da sind sich Bürgermeister und Jakob Bauer sicher, alternativlos, da es ansonsten im schlechtesten Fall zu einer Sperrung auf unbestimmte Zeit kommen könnte.

Schwierig macht die Baustelle die Straßensituation rund um das Gewerbegebiet, das nur diese eine Zufahrt hat. Martin Feuchtmüller, von Seiten der Verwaltung zuständig für verkehrsrechtliche Anordnungen, sagt, dass im Vorfeld Befahrungen durchgeführt wurden. Folgende Lösungen wurden nach zähem Ringen gefunden:

In einem ersten Bauabschnitt vom 17. November (ab sieben Uhr) bis 20. November (22 Uhr) ist die Zufahrt zum Gewerbegebiet noch möglich. Die Abbiegespur zum Unternehmen Deuringer ist bereits gesperrt. Pkw und Lkw bis 7,5 Tonnen fahren kurz vor der Grenze hinter der Feuerwehr Schafberg von der B20 ab, folgen dem Hinweisschild Aussichtsturm Bayernwarte, fahren über ein kleine Brücke, dann rechts und erreichen so den Viadukt und schließlich das Firmengelände. Da dies in weiten Teilen eine Einbahnstraße ist, geht es nur einige Meter auf der Straße zurück, vor dem Viadukt rechts und nach einigen hundert Metern wieder rechts auf einem Schotterweg zu einem Wanderparkplatz; von dort über eine kleine Brücke zur Dr. Georg Schäfer-Straße.

Hinter der Feuerwehr Schafberg geht es von der Bundesstraße ab - Foto: Alexander Frimberger
Weiter in Richtung Aussichtsturm Bayernwarte - Foto: Alexander Frimberger
Über eine kleine Brücke und dann rechts Richtung Aqädukt - Foto: Alexander Frimberger
Pkw und Lkw bis 7,5 Tonnen können unter dem Aqädukt durch zur Firma Deuringer gelangen - Foto: Alexander Frimberger
Der beschrankte Bahnübergang wird erst halbseitig, später ganz gesperrt - Foto: Alexander Frimberger
Von Deuringer kommend geht es vor dem Aquädukt rechts. - Foto: Alexander Frimberger
Vom Wanderparkplatz gelangen Pkw über die Brücke zur Dr. Georg Schäfer-Straße - Foto: Alexander Frimberger
Am Ende desGewerbegebiets geht es zum Weiherdamm, hier regelt eine Ampel den Verkehr - Foto: Alexander Frimberger
Der Weiherdamm wird gerade vorbereitet - Foto: Alexander Frimberger
Nicht zu übersehen, der Straßenbelag am Bahnübergang ist marode - Foto: Alexander Frimberger
Beim Freibad steht auch eine Ampel. Von hier erreicht man die Daberger Straße - Foto: Alexander Frimberger

Komplizierter wird es nochmal, wenn die Baustelle vom 20. November (22 Uhr) bis zum 26. November (zwölf Uhr) den Verkehr komplett ausschließt. Pkw und Lkw bis 7,5 Tonnen nehmen den beschriebenen Weg, biegen links in die Dr. Georg Schäfer-Straße ein. Am Wendehammer befindet sich eine Ampel. Über den Weiherdamm vorbei am Freibad geht es auf die Daberger Straße. Dort befindet sich ebenfalls eine Ampel. Jetzt wird es spannend: Größere Lkw und solche mit Hänger haben Zu- und Abfahrt nur über den Weiherdamm. Da der Weg nur einspurig befahren werden kann, sorgen die Ampeln für Blockabfertigung.

Der Further Rathauschef weist darauf hin, dass in der Zeit der Bauphase in der Daberger Straße ein Parkverbot herrscht und der Weiherdamm für Fußgänger gesperrt ist. „Außerdem“, appelliert Sandro Bauer, „jeder Verkehr, der in dieser Zeit nicht stattfindet, ist gut.“ Natürlich ist in dieser Zeit auch kein Schienenverkehr möglich. Jakob Bauer geht davon aus, dass Ersatzverkehr eingerichtet wird.

Bahn trägt Löwenanteil

Aussagen zur Höhe der Kosten konnten im Moment weder die Verwaltung noch die Bahn machen. Letztere wird, so viel wurde gesagt, den Löwenanteil übernehmen. Auf die Stadt entfallen demnach Kosten für die Höhenangleichung der Straße.

Man habe das wirklich lange diskutiert, es sei auch nicht leicht gewesen, einen geeigneten Termin zu finden. Aber für die Sicherheit und zur Vermeidung von Schäden führe an der Maßnahme kein Weg vorbei. Alle Beteiligten hoffen auf Verständnis seitens der Bevölkerung.