Waffen verboten am Hauptbahnhof Regensburg – aber nur am Wochenende? Das steckt dahinter

Von Daniel Pfeifer · 12. November 2025 um 12:23

„Gefährliche Gegenstände verboten 14. - 16. November 2025“ – Plakate mit dieser Aufschrift sowie Bildern von Pistole und Baseballschläger sind aktuell im Hauptbahnhof Regensburg zu sehen. Doch warum gilt dieses Verbot genau von Freitagnachmittag bis Sonntagfrüh? Die Bundespolizei erklärt die Hintergründe und was das mit dem Sicherheitsgefühl zu tun hat.

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„Zur Vermeidung von Gewalttaten“ diene die Aktion, sagt Bundespolizei-Sprecher Christian Stöberl auf Nachfrage, betont aber: „Regensburg ist nicht explizit aufgefallen, man will nur zeigen, dass man da ist.“ In zahlreichen Bahnhöfen in Bayern laufe dieser verstärkte Einsatz, nachdem bereits im Oktober die zehn größten Bahnhöfe Deutschlands intensiv kontrolliert wurden.

Polizei will Sicherheit im öffentlichen Raum verbessern

Durch diese stärkere Präsenz soll „das Sicherheitsgefühl der Reisenden gestärkt werden“, so die Bundespolizei in einer Pressemitteilung. Mit der kürzlich veröffentlichten und vieldiskutierten Umfrage, laut der sich viele Deutsche nicht sicher im öffentlichen Raum fühlten, habe die Aktion am Wochenende aber nichts zu tun, so Sprecher Stöberl. Vielmehr gehe es generell um das Thema Sicherheit. Am Samstag von 13 bis 18 Uhr soll zudem ein Stand zur Gewaltprävention und Zivilcourage in der Bahnhofshalle aufgestellt werden. Am Freitagabend will Bundesinnenminister Alexander Dobrindt zu diesem Schwerpunkteinsatz eine Pressekonferenz am Münchner Hauptbahnhof abhalten.

Und schließlich erlässt die Bundespolizei am Wochenende eben eine Allgemeinverfügung zum Verbot des Mitführens von gefährlichen Gegenständen für den Hauptbahnhof Regensburg. Bahnfahrer werden sich erinnern, dass eine ähnliche Verfügung bereits im vergangenen Jahr von Weihnachten bis Silvester eine solche Waffenverbotszone ausgerufen hat. Selbstverständlich sind Gegenstände nach dem Waffengesetz grundsätzlich mit wenigen Ausnahmen untersagt, nicht nur am Wochenende, so Christian Stöberl. „Natürlich darf man auch nach dem Wochenende nicht eine Pistole im Bahnhof mit sich tragen“, sagt er. Aber es gehe eben auch um die Pistolen-Nachbildung oder das Taschenmesser.

Grenzkontrollen werden deshalb nicht reduziert

Die Bundespolizei teilt weiterhin mit: „Die genannten Maßnahmen sind mit der Polizei des Landes Bayern und der Deutschen Bahn AG abgestimmt und werden in Teilen gemeinsam durchgeführt. Den Kräfteansatz für die Durchführung der vorübergehend wiedereingeführten Binnengrenzkontrollen hat die Bundespolizei nicht reduziert.“