BMW-Prototyp bei Neunburg in Unfall verwickelt – Weiterer Erlkönig blieb an Unfallstelle liegen

Bitterer Abend für BMW: Ein Prototyp des Autoriesen wurde bei einem Unfall im Neunburger Stadtgebiet (Landkreis Schwandorf) am Montagabend arg in Mitleidenschaft gezogen. Doch damit nicht genug: Ein weiterer Erlkönig, wie man Prototypen von Autos auch nennt, blieb an derselben Unfallstelle liegen.
Eine Plane deckt eines der beiden Fahrzeuge ab, die in den Zusammenstoß verwickelt waren. Unbedingt soll verhindert werden, dass Details des Autos an die Öffentlichkeit gelangen oder Fotos gemacht werden. Doch trotzdem spricht sich schnell herum, was da für ein Wagen verunglückt ist. Unter der Plane versteckt sich ein Erlkönig von BMW. Es ist ein SUV – so viel verrät die Karossenform.
Mit rund 600 PS in den Gegenverkehr gekracht
Der Prototyp, an dessen Steuer eine 39-Jährige saß, war vom Neunburger Industriegebiet kommend in Richtung Schwandorf unterwegs. Gege 17.40 Uhr wurde ihm dann an der Kreuzung am Plattenberg die Vorfahrt von einem rund 600 PS-starken Audi genommen. Laut Polizei muss dessen 61 Jahre alter Fahrer aus dem nördlichen Landkreis Schwandorf den Erlkönig übersehen haben, als er nach links in Richtung Neunburg abbiegen wollte.

Im Kreuzungsbereich kam es zum Zusammenstoß. Die 39-Jährige wurde bei dem Unfall leicht verletzt und vom Rettungsdienst in ein umliegendes Krankenhaus gebracht. Der Unfallverursacher blieb laut Polizei dagegen unverletzt.
Polizei bezifferte den Sachschaden auf rund 300.000 Euro
Beide Autos wurden erheblich beschädigt. Die Polizei bezifferte den entstandenen Sachschaden auf rund 300.000 Euro. Das liegt nicht nur am hohen Wert des Prototypen. Auch der hochmotorisierte Audi war erst wenige Tage alt.
Während der Audi von einem Abschleppunternehmen mittels Kran geborgen werden konnte, schoben Einsatzkräfte der Feuerwehr den Erlkönig von der Straße. Inzwischen waren zwei BMW-Mitarbeiter an der Unfallstelle eingetroffen, um die weiteren Maßnahmen zu koordinieren. Einer davon kam ebenfalls mit einem Erlkönig nach Neunburg.
Auch dieses Fahrzeug, eine Limousine, sollte die Aktiven der Feuerwehr Neunburg um Kommandant Stefan Beer an diesem Abend noch beschäftigen. Denn der Prototyp musste ebenfalls von der Straße mittels Rangierhilfen manövriert werden, nachdem er liegengeblieben war.