Hier wurde richtig saniert: Ausstellung zeigt 13 alte Häuser in Waldmünchen, die neu erstrahlen

Von Martin Hladik · 10. November 2025 um 15:00

Am Samstag, 15. November, von 9 bis 12 Uhr zeigt eine Ausstellung in der Stadtwerkstatt im ehemaligen Kaufhaus Reitmeier, welche Erfolge es bei der Gebäudesanierung im Altbestand in Waldmünchen gibt. 13 Objekte, die bereits erfolgreich umgebaut wurden oder sich noch im Umbau befinden, werden in Fotos und Plänen gezeigt.

Allerdings handele es sich bei den Fotos meist um einen Vorher-Nachher-Vergleich und keine Details der Bauausführung, sagt Frank Schürmann von der Bürgernetzwerkgruppe. Im Vorfeld der Ausstellung seien ihm nämlich von den Bauherren rund 1200 Fotos von den Baumaßnahmen zugesandt worden. Da habe man eine Auswahl treffen müssen. „So viele Stellwände gibt es nämlich in ganz Waldmünchen nicht“, sagte Schürmann.

Ansprechpartner vor Ort

Dennoch gebe die Ausstellung einen tiefen Einblick in die Sanierung der Altbestände. Zudem würden themenbezogene Flyer ausliegen und die Bauherren zu Gesprächen da sein. Kompetente Ansprechpartner seien aber auch die Architekten Yvonne Schrattenthaler und Max Schneider, die viele dieser Projekte betreut hätten sowie die städtebauliche Beraterin der Stadt, Architektin Barbara Wilnhammer.

Etwas Nachhaltigeres, als im Bestand zu sanieren, gibt es nicht.Martin Frank, Bürgermeister

Eröffnet wird die Ausstellung von Landrat Franz Löffler, sagte Schürmann. Zudem werde man versuchen, einige der gezeigten Bilder in den Schaufenstern des ehemaligen Kaufhauses längerfristig zu platzieren. Die gesamte Ausstellung über den Samstag hinaus zu zeigen sei, nicht möglich, weil der Platz für die Hobbykünstlerausstellung beim Weihnachtsmarkt benötigt werde.

Die Instandsetzungen in Waldmünchen der letzten Jahre seien sehr erfreulich, sagte der amtierende Bürgermeister Martin Frank. Man könne Gebäude vom Wohnhaus bis zu einer Mischnutzung als Wohn- und Geschäftshaus zeigen.

Die Initiative zu den Umbauten sei teilweise von der Demografie-Projektgruppe mit angestoßen worden. Zugleich seien einige Mitglieder der Projektgruppe selbst Bauherren. Die Ausstellung solle Menschen mit dem Interesse, ein Gebäude im Bestand zu sanieren, motivieren, sagte Frank.

Wichtig sei es aber auch, den Eigentümern von Altimmobilien zu zeigen, was aus ihrem Gebäude werden könnte, wenn sie es auf dem Immobilienmarkt anbieten würden. Dies gelte insbesondere für solche Eigentümer, die gar nicht in Waldmünchen wohnen würden, ergänzte Schürmann. Es gehe bei der Ausstellung um Motivation, sagte Frank. Die Motivation selbst zu sanieren, oder die Motivation, Altimmobilien an andere zu verkaufen, die ein Interesse an der Sanierung hätten. Dies habe auch mit dem Trendthema Nachhaltigkeit zu tun. Denn etwas Nachhaltigeres, als im Bestand zu sanieren, gebe es nicht. Zudem könnten die derzeit hohen Kosten bei Neubauten manchen überzeugen, doch zu sanieren.

Privat und öffentlich

Unter den 13 Gebäuden sind sowohl private Bauherren, aber auch öffentliche. Zum einen das Bacherlgebäude der gleichnamigen Steuerkanzlei Bacherl und Eisenhart in der Bacherlstraße, aber auch der Dirrmaler Wirt der Jugendbildungsstätte, das Bürgerspital oder als einen der ersten Umbauten der Alte Kindergarten in Waldmünchen.

Zu allen Gebäuden werde es nicht nur Fotos auf 20 Stellwänden geben, sondern auch Steckbriefe mit den wichtigsten Daten und soweit machbar auch Tekturpläne. Zudem werden bei vielen Gebäuden auch die Bauherren selbst anwesend sein.