Zwei Maßnahmen im Kreis Kelheim laufen parallel: Auf der B16 warten Sperren und Stau

Für Autofahrer wird die B16 im Landkreis Kelheim in den nächsten Wochen zum Nadelöhr. Aktuell wird bei Saal a. d. Donau die Kontrolle der Felssicherung vorbereitet, parallel laufen in anderen Abschnitten Gehölzschnitt-Maßnahmen. Verkehrsteilnehmer müssen sich auf halbseitige Straßensperren einstellen.
Am Montag wurde auf der B16 zwischen Saal und Lengfeld-Alkofen gewerkelt. „Die Felssicherungsbauwerke am Ringberg und am Teufelsfelsen werden demnächst überprüft“, erklärt Sprecher Thomas Gärtner vom Staatlichen Bauamt Landshut. Darunter verstehe man etwa die Kontrolle von Zäunen, die herabkullernde Felsstücke auffangen sollen.
Stellenweise müssen Sträucher und Gestrüpp gestutzt werden, um mögliche Lücken in den Zäunen feststellen zu können. Diese Pflegemaßnahmen führte nun eine Firma aus Regensburg durch. Die Kontrolle der Sicherungsbauwerke selbst, die alle fünf Jahre stattfindet, sollte den Verkehr nicht behindern, sagt Gärtner.
Verkehr halbseitig eingeengt und per Ampel geregelt
Neben der Felssicherung läuft unabhängig davon eine weitere Maßnahme. An der B16 sowie der ST2144 stehen Gehölzschnitte an den Böschungen an. Diese dienen „der Verkehrssicherheit und der ökologischen Vielfalt“, teilt das Staatliche Bauamt mit. Ausgeführt werden die Arbeiten von der Straßenmeisterei Abensberg.
In den meisten Fällen könne nur von der Straße aus gearbeitet werden, sodass auch hier Behinderungen zu erwarten sind. „Der Verkehr wird bei Bedarf halbseitig eingeengt und eventuell zusätzlich per Ampel geregelt.“ In folgenden Abschnitten wird in den nächsten Wochen gearbeitet: B16 zwischen Reißing und Abensberg, B16 zwischen Saal-Hafen und Saal sowie ST2144 zwischen Bachl und Langquaid. Wann genau wo gestutzt wird, lässt sich laut Bauamt witterungsabhängig nicht eingrenzen.
Holzarbeit für die Verkehrssicherheit und den Naturschutz
Die Sträucher werden „auf den Stock gesetzt“, so die Behörde. Das heißt, sie werden auf etwa 20 Zentimeter eingekürzt oder ausgedünnt. „Dies mag auf den ersten Blick radikal erscheinen, doch Gehölzbestände, die über viele Jahre gewachsen sind, verschatten den darunterliegenden Boden.“ Dadurch wachsen keine jungen Gehölze nach.
Sträucher und Bäume sollen auch nicht in die Fahrbahnen ragen, deshalb werden sie in Abständen von zehn bis 15 Jahren gepflegt. „Schon nach ein bis zwei Vegetationsperioden entwickelt sich wieder ein dichter, stufig aufgebauter Bestand.“ Zudem werden abgestorbene oder kranke Bäume gefällt. Darüber hinaus werden Bäume entfernt, wenn sie aufgrund ihrer Lage und ihres Zustandes eine Gefährdung für den Verkehr darstellen.