Tierheim Schwandorf platzt aus allen Nähten: Aufnahmestopp für Katzen verhängt

Das Tierheim Schwandorf schlägt Alarm: Der Katzenbereich platzt derzeit aus allen Nähten. 81 Katzen befinden sich aktuell in der Obhut des Tierheims. Dazu kommen rund zehn weitere Tiere auf privaten Pflegestellen. Für die Tierpfleger bedeutet das eine enorme Belastung – sowohl räumlich als auch personell.
Viele der aufgenommenen Katzen sind krank, verletzt oder schlicht zu jung, um vermittelt zu werden. Besonders Kitten und ältere Tiere leiden derzeit unter Katzenschnupfen, Herpes, Parvovirose und starkem Durchfall. Ursache ist häufig ein geschwächtes Immunsystem – vor allem bei Jungtieren, die noch keine Abwehrkräfte aufgebaut haben.
„Gerade in den Herbstmonaten haben wir viele Kitten mit eitrigen Augen und Fieber“, berichtet Tierpflegerin Sophie Peters, die seit 2015 im Tierheim arbeitet. „Auch scheue Katzen, die aus ihrem gewohnten Umfeld gerissen werden, sind durch den Stress besonders anfällig für Krankheiten.“
Immer mehr junge Katzen landen im Schwandorfer Tierheim
Die Lage hat sich in den vergangenen Wochen weiter verschärft. Noch immer sind viele Freigänger unkastriert, was zu unkontrollierter Vermehrung führt. Die Folge: Immer mehr Fundkatzen und kranke Jungtiere werden ins Tierheim gebracht.
Um die Versorgung der bereits aufgenommenen Tiere sicherzustellen, hat das Tierheim nun einen vorübergehenden Aufnahmestopp für Katzen verhängt. Nur in absoluten Notfällen – etwa bei verletzten, verwahrlosten oder hilfsbedürftigen Fundtieren – können momentan noch Katzen aufgenommen werden.
Wie man dem Tierheim helfen kann
„Uns fällt dieser Schritt nicht leicht, aber wir möchten sicherstellen, dass alle Fellnasen, die bereits bei uns sind, die Fürsorge bekommen, die sie verdienen“, betont das Tierheim-Team.
Trotz des Aufnahmestopps gibt es viele Möglichkeiten, das Tierheim zu unterstützen und die Situation zu entschärfen. Beobachten statt gleich bringen: Bei zugelaufenen Katzen zunächst abwarten, ob sie wirklich Hilfe brauchen – oft kehren sie nach kurzer Zeit nach Hause zurück.
Fotos von Fundkatzen können in der Tierheim-Facebook-Gruppe gepostet werden. So finden sich viele Halter schnell wieder. Sachspenden sind ebenfalls wichtig: Das Tierheim benötigt gerade dringend Schonkost (Intestinalfutter), Kittenfutter, hochwertiges Trockenfutter für erwachsene Katzen sowie feine Katzenstreu.