Traum geht in Erfüllung: Rodinger Paar bei BR-Kultserie Dahoam is Dahoam dabei

Auch ein paar Tage danach kommt es der Rodingerin (Landkreis Cham) Gertraud Deiminger noch so vor, als würde sie an einen schönen Traum zurückdenken: Gemeinsam mit ihrem Mann Alfred durfte sie vor kurzem als Komparsin bei der BR-Kultserie „Dahoam is Dahoam“ hautnah mit dabei sein.
In Bruck Kontakte geknüpft
„Es war gleichzeitig quasi unsere Hochzeitsreise“ – und somit wird sie ihre damit verbundenen Erlebnisse am Set nie vergessen. Mehr als 3400 Episoden, die sich im fiktiven bayerischen Dorf Lansing abspielen, gibt es mittlerweile. Gertraud und Alfred Deiminger sind Fans von Beginn an. „Wenn wir zur normalen Ausstrahlungszeit nicht Zeit haben, schauen wir die Folgen in der Mediathek“, berichtet Gertraud – ausgelassen wird nichts.
Vor kurzem hatte die Rodingerin im nahen Bruck die Chance, auf Tuchfühlung mit ihren Idolen zu gehen. Gekommen waren dabei die Darstellerinnen der Tina Brenner (Anita Eichhorn), der Maja Löbl (Godvia Adela), der Sarah Brandl (Sophie Reiml), die Darstellerin der Bürgermeisterin Rosi Kirchleitner (Brigitte Walbrun) und der Liebling der Rodingerin, der Darsteller des Hubert Kirchleitner (Bernhard Ulrich).
Blumen als Startschuss
Für ihn hatte die Rodingerin eine besondere Überraschung organisiert: Da Gertraud schon früh in Bruck war und nicht mehr zurückfahren wollte, machte sie eine Kaffeepause in Nittenau. Dort kaufte sie spontan einen Blumenstrauß, den sie dann dem Hubert schenkte. „Wie früher bei den Stars in der Hitparade“, berichtet sie.
Das Geschenk kam super an, viel Applaus war der Rodingerin sicher – und nicht nur das: Hubert (Bernhard Ulrich) zeigte sich so begeistert vom Enthusiasmus der Rodingerin, dass er Gertraud einlud, gemeinsam mit ihrem Gatten nach Lansing zu kommen und bei den Dreharbeiten als Komparsen mitzuwirken – pünktlich zum 43. Hochzeitstag. „Manches Ehepaar reist zum Hochzeitstag nach Venedig, Paris, London oder Hawaii – wir nach Lansing“, erzählt Gertraud lachend.

Die Rodingerin war begeistert und leitete sofort alles Nötige in die Wege. Sie setzte sich mit der zuständigen Casting-Agentur Glocker in Verbindung, erledigte alle Formalitäten und beantragte Urlaub, der von ihrem Arbeitgeber, dem Pflegedienst Röger, sofort genehmigt wurde. Es musste schnell gehen, denn das Rodinger Paar war für den Studio-Drehtag am Set für den 28. Oktober eingeplant, kurz vor der Winterpause. Ohnehin war es einem Zufall zu verdanken, dass es noch in diesem Jahr geklappt hat, berichtet Gertraud, denn eigentlich wären die Dreharbeiten vor der Winterpause schon abgeschlossen gewesen, aufgrund der Wetterlage an einigen Tagen wurde bis zum 29. Oktober verlängert.
Winterkleidung nötig
Vollgepackt mit Winterkleidung (die Folge, in der das Rodinger Paar mitwirkt, spielt im Februar, dann wird sie auch ausgestrahlt) ging es dann nach Dachau in ein Hotel ganz in der Nähe des Studios. „Für die Dreharbeiten sollten wir verschiedene Wechselkleidungen mitnehmen", so die Rodingerin.
Sie und ihr Mann wollten kein Risiko eingehen: Da schon morgens Drehbeginn war, wollten sie in der Nähe übernachten und keinesfalls zu spät kommen. „Wir haben uns am Tag davor schon mal angeschaut, wo alles ist und wo wir parken können“, sagt Gertraud. Dabei ist ihnen Florian Stadler, Darsteller von Thomas Winkler, quasi in die Arme gelaufen, „wir haben uns gleich gut verstanden und ganz leger unterhalten.“
Bei den Dreharbeiten waren dann sehr viele Darsteller präsent. Was das Paar aus Roding auch besonders freute: Es durfte Wirtshausgäste im „Brunnerwirt“ spielen, „im Herzstück von Lansing, wo sich quasi das Leben abspielt“, erzählt Gertraud. „Es war so gemütlich, wir haben uns gefühlt, wie wir früher und jetzt auch gemeinsam im Wirtshaus sitzen, uns fröhlich unterhalten und lachen“, berichtet sie.
Im „Brunnerwirt“ gesessen
Im „Brunnerwirt“ einmal mit den Darstellern zu sitzen und auch die restlichen Kulissen des fiktiven Dorfs zu sehen, sei ein „wahnsinnig tolles Erlebnis“ gewesen, erzählt sie – zumal auch der Kontakt mit ihren Idolen völlig ungezwungen und fröhlich war. Auch, wie professionell gearbeitet wird, hat die Beiden beeindruckt: „Die Darsteller müssen hoch konzentriert und textsicher sein, das ganze Team am Set arbeitet Hand in Hand.“
Die natürliche Heiterkeit und gute Laune des Ehepaars aus Roding sprang sofort auf das gesamte Team und die Darsteller über, berichtet Gertraud. „Sie kamen zu uns, um zu ratschen und auch um Fotos zu machen“, freut sie sich. Dass die beiden ihren Hochzeitstag feierten, machte am Set, sowie in ganz „Lansing“ schnell die Runde, immer wieder kamen Darsteller, um den Rodingern zu gratulieren. „Sie machten sogar zwischen den Aufnahmen Witze und flotte Sprüche“, berichtet Gertraud: „Ihr müsstest normalerweise im Deutschen Museum ein Denkmal bekommen, so lange wir ihr schon verheiratet seid“, war unter anderem zu hören.
„Eine goldene Erfahrung“

Auch am nächsten Tag schaute das Paar noch einmal in Lansing vorbei. Da wurde gerade ein Außendreh gemacht. „Es war eine goldene Erfahrung, eine schönere Hochzeitsreise hätte es nicht geben können“, schwärmt Gertraud von ihrem Aufenthalt bei „Dahoam is Dahoam“.
Wenn sie nun mit ihrem Mann die nächsten Folgen schaut, hat sie noch einmal einen ganz anderen Bezug zu den Darstellern und dem Set, jetzt, wo sie hautnah dabei gewesen sind.