„Nicht unser Klientel“: Regenstaufer Disco-Betreiber spricht über Messer-Attacke

Von Philip Hell · 3. November 2025 um 17:00

Eine Messer-Attacke schockiert Regenstauf (Landkreis Regensburg): In der Nacht auf Allerheiligen griff ein Deutscher (34) zwei Diskotheken-Besucher mit einer Waffe an. Der Club-Betreiber spricht über die bangen Stunden.

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Laut Polizei eskalierte die Lage gegen 2.15 Uhr vor der Disco Way-Up. Der 34-Jährige attackierte zunächst den Türsteher und ging danach auf zwei Gäste des Tanzlokals los und zückte ein Messer. Die beiden Deutschen (31 und 49) wurden schwer verletzt. Der mutmaßliche Täter floh zunächst, wurde aber alsbald von Polizisten gestellt. Am Sonntag wurde er dem Haftrichter vorgeführt. Laut Polizei erging Haftbefehl, die Behörden ermitteln wegen eines versuchte Tötungsdelikts und suchen weiter nach Zeugen: Hinweise bitte an: (09 41) 5 06 28 88.

Messer-Attacke vor Regenstaufer Diskothek: Betreiber rief die Polizei

Bei Diskotheken-Betreiber Reiner Kurek sitzt der Schock indes tief. Der „Way-Up“-Chef betont: „Das ist das Schlimmste, was einem Club-Betreiber passieren kann.“ In der Nacht auf Samstag habe er einfach nur funktioniert, sagt Kurek. „Es war wichtig, klaren Kopf zu bewahren. Wir mussten schauen, dass die Situation nicht weiter eskaliert.“

Er habe Polizei und Rettungsdienst gerufen, erinnert sich Kurek. Parallel dazu habe er versucht, seine Garderobenkräfte so zu instruieren, dass sie die massiven Blutungen der beiden Opfer stoppen, bis der Notarzt eintrifft. Das gelang – wenngleich der Zustand eines der beiden Männer noch immer kritisch sein soll.

Nach Messer-Attacke vor Regenstaufer Club – Betreiber: „Nicht unser Klientel“

Kurz vor dem blutigen Zwischenfall habe man den Täter gebeten, das Lokal zu verlassen, schildert Kurek. Er sei ihm nicht bekannt gewesen, betont der Diskothek-Betreiber und macht deutlich: „Das ist nicht unser Klientel.“

Für ihn sei es nun schwer, zur Tagesordnung überzugehen, betont Kurek. Er gehe allerdings davon aus, am Samstag wieder zu öffnen. Schließlich habe man sich nichts vorzuwerfen, die Sicherheitsvorkehrungen im „Way-Up“ seien selbstverständlich hoch. Wenn sich jemand etwas vorzuwerfen habe, dann der mutmaßliche Täter, so Kurek.

Blutiger Zwischenfall vor Way-Up in Regenstauf: „Sind in Gedanken bei den Opfern“

Auch in sozialen Netzwerken meldete sich Kurek am Montag zu Wort. Dort sprach er von einem „traurigen Tag“. Man sei in Gedanken bei allen Geschädigten und wünsche gute, schnelle und vollständige Genesung. „Wir danken allen Einsatzkräften für ihr schnelles und konsequentes Handeln.“