Kommentar zu den Leerständen in Schwandorf: Anpacken statt nur reden

Von Jan Lange · 1. November 2025 um 05:00

In der Schwandorfer Innenstadt nehmen die Leerstände zu. Mit dem Gerry Weber-Geschäft kommt nun ein weiterer hinzu. MZ-Redakteur Jan Lange kommentiert die Diskussion über das Problem und bemängelt fehlende Lösungsansätze.

Es ist löblich, dass über das Thema Leerstand aktuell diskutiert wird – im Stadtrat wie auch mit der Händlerschaft. Es darf aber nicht nur dabei bleiben, oberflächlich auf das Problem zu schauen. Dieser Eindruck ist am Donnerstag entstanden – und hat manchen Gast etwas ratlos zurückgelassen.

Es braucht Lösungen. Es ist natürlich klar, dass es nicht die eine Lösung für den zunehmenden Leerstand gibt. Aber es sollte zumindest deutlich werden, dass sich alle Seiten um eine Verbesserung bemühen. Warum wurde zum Beispiel kein Runder Tisch von OB, Stadtverwaltung, Stadträten, Einzelhändlern und Gewerbetreibenden initiiert? Gerade, wenn man von einem besseren Miteinander spricht. Das wäre kein Hexenwerk gewesen.

Auch auf Landesebene könnte manches angestoßen werden. Dass der CSU-Fraktionschef im Bayerischen Landtag, Klaus Holetschek, anwesend war, wäre dafür die beste Gelegenheit gewesen. So könnte das Ladenschlussgesetz etwas moderner gestaltet werden. Wenn man mit Einzelhändlern spricht, wird klar, dass die jüngste Reform des Ladenschlussgesetzes viele enttäuscht hat. Sie sehen darin eher einen Rückschritt als eine Unterstützung für sie.

Gastronom Hans Brunner hatte es gut auf den Punkt gebracht: Er würde als Erstes anpacken und nicht nur reden.

Dieser Kommentar bezieht sich auf folgenden Haupttext: Schwandorf leidet unter Leerständen – Hier drückt den Händlern am meisten der Schuh