Letztes Kindergartengroßprojekt geht bald an den Start

Die Kommune plant im neuen Baugebiet Gaden einen viergruppigen Kindergarten. Der könnte dafür sorgen, dass Containerlösungen im Stadtgebiet verschwinden. Die Kommune hat jetzt sogar zusätzlichen Grund erworben - das hat es damit auf sich.
Gegenüber dieser Zeitung spricht Bürgermeister Bernhard Resch von 1200 Quadratmetern, die man jetzt noch erworben habe. Damit wäre es möglich, die Räume aller vier geplanten Gruppen im Erdgeschoss unterzubringen. Das hätte für die Kinder den Vorteil, dass alle einen direkten Zugang zum Garten hätten. Außerdem sei ein einstöckiger Bau mit Blick vor allem auf die Unterhaltskosten günstiger. So müsse etwa kein Aufzug betrieben und gewartet werden.
Wie berichtet ist in dem Baugebiet von vorn herein eine Fläche für einen Kindergarten vorgehalten worden, der an der östlichen Grenze des Areals in Nachbarschaft zu bereits bestehenden Gebäuden entstehen soll. Die Planung des über sechs Millionen Euro kostenden Projekts solle laut Bürgermeister mit Nachdruck weiter verfolgt werden. Ziel sei es, 2028 den Betrieb aufnehmen zu können.
Höchststand für die kommenden Jahre erwartet
Das käme dann gerade noch rechtzeitig. Resch rechnet damit, dass der Höchststand an benötigten Kindergartenplätzen in zwei bis drei Jahren erreicht sein wird. Schon allein die Familien, die künftig im neuen Baugebiet, in dem immer mehr Gebäude entstehen, wohnen werden, werden den Bedarf erhöhen. Danach könne man davon ausgehen, dass die Zahl der Kindergartenkinder wieder sinken wird. Dies bedeute nun ab er nicht, dass in Abensberg etwa zu viele Räume geschaffen würden. Der Bürgermeister verweist darauf, dass derzeit etliche Kindergartengruppen in Containern untergebracht sind. Solche stünden etwa bei den Einrichtungen in der Römerstraße, beim Freibad sowie beim Kindergarten in Offenstetten.
Lesen Sie doch auch: Abensberg und seine Krippen
Diese könnten nach Fertigstellung des Projekts Schritt für Schritt wieder verschwinden. Dazu gäbe es dann die Möglichkeit, die Kindergartengruppe im ehemaligen Benefiziatenhaus wieder aufzulösen und dort wieder die Stadtbücherei unterzubringen. So war es bekanntlich schon vor einigen Jahren, bis man die Einrichtung an die Münchner Straße ausgesiedelt hatte.

In den vergangenen Jahren hatte sich ein Kindergartenprojekt ans nächste gereiht. Schon die Entscheidung, das ehemalige Benefiziatenhaus als Kindergarten zu nutzen, war aus der Not heraus geboren, um sicherzustellen, genügend Plätze vorhalten zu können. Turbulent wurde es, als klar war, dass eine Sanierung der Einrichtung am Erikaweg (Regenbogenland) nicht mehr möglich war, da das Bestandsgebäude in einem zu schlechten Zustand gewesen sei. Flugs wurden Pläne geändert, und die Kinder dauerhaft im Neubau beim Freibad untergebracht.
Weitere Neubauten kündigen sich in Abensberg an
Deshalb waren dort Bauplanänderungen notwendig, da dort eigentlich der inklusive Kindergarten angedacht war, der jetzt auf dem Gelände des Berufsbildungswerks unter dem Dach der Katholischen Jugendfürsorge entstehen soll. Neubaupläne, zumindest langfristiger Natur, gibt es zudem im Ortsteil Sandharlanden. Und in dieser ganzen Aufzählung sind diverse Krippenprojeke noch gar nicht aufgeführt.

Auch bei Nachbarkommunen sind Kindergartenprojekte ganz vorne auf der Agenda. So gibt es in Neustadt a. d. Donau in diesen Tagen den Spatenstich für ein neuen Kindergarten im Ortsteil Irnsing. Er soll offen sein für Kinder aus Irnsing und dem Nachbardorf Hienheim. In der Nachbarstadt hat man überdies die Organisation für die Kindergärten geändert. Die Kommune ist mittlerweile Träger aller Einrichtungen im Stadtgebiet. Davor gab es auch kirchliche Träger. Man habe das laut Bürgermeister Thomas Memmel gemacht, um mehr Spielraum bei der Einteilung von Gruppen zu haben.
Noch relativ neu ist das Gebäude für den kommunalen Kindergarten in Siegenburg, nachdem es dort viele Jahre lang nur einen kirchlichen gegeben hat. Als vor einigen Jahren eine Elternbefragung zum Ergebnis hatte, dass dieser bald nicht mehr reichen würde, hatte man den Neubau beschlossen. Vorübergehend war die Einrichtung aber erst einmal im Gollerhaus am Marienplatz untergebracht.