Furth im Wald freut sich auf die Herbergssuche mit Maria, Josef und dem Teufel

Von Alexander Frimberger · 30. Oktober 2025 um 16:00

Seit 2013 ist die Herbergssuche rund um das Voithenberger Schloss eine beliebte Veranstaltung in der Adventszeit. Daran wird sich auch heuer nichts ändern. Heinz Winklmüller, Vorstand des veranstaltenden Vereins Further Theaterallerlei, steckt tief in den Vorbereitungen.

Auch wenn noch ein wenig Zeit ist bis zum 12. Dezember, so hat Winklmüller gut zu tun. „Dauernd läutet das Telefon wegen der Herbergssuche“, freut er sich. Deswegen auch vorab seine Empfehlung, sich baldmöglichst Karten zu sichern. „Mehr als 100 Gäste können wir nicht mit auf die Reise nehmen.“ Vor allem der Samstag sei immer sehr begehrt.

Der große Erfolg war 2013 vielleicht noch nicht abzusehen, als sich eine Freundesgruppe von 40 Begeisterten zusammenfand, die Idee zu verwirklichen. Man kann es wohl als Glücksgriff begreifen, dass man sich für ein Stück von Mundartautorin Erika Eichenseer, Frau des ehemaligen Bezirksheimatpflegers Adolf Eichenseer, und Margot Heigl entschied.

Mystischer Schlossplatz

Auch der Wunschspielort, das Schlossgelände am Voithenberg, war schnell gefunden. Die mystische und verwunschene Atmosphäre passt prima zum Stück, findet der Theatermann und ergänzt: „Umso mehr freut es uns, dass uns der Stiftungsrat jedes Jahr auf das Gelände lässt.“

Der Erfolg war von Anfang an groß, so dass es sogar Bemühungen gab, das Wandertheater vom Voithenberg wegzulocken. Doch die Freunde bleiben dem Spielort bis heute treu. Übrigens: Die allermeisten der Freundesgruppe, die von Anfang an dabei waren, machen auch heute noch mit. Darunter sind Schauspieler, Sänger, Bläser und zahlreiche Helfer.

Vom Skiliftparkplatz aus begeben sich die Zuschauer gemeinsam mit Maria und Josef auf Herbergssuche und zu den verschiedenen Spielstationen. Teufel versuchen, mit List und Macht die Geburt des Erlösers zu verhindern. An insgesamt acht Stationen, an denen Maria und Josef immer wieder abgewiesen werden, können Zuschauer das Schicksal der zukünftigen Eltern miterleben. Sie müssen die Bosheiten der Teufel ertragen, können sich aber letztlich stets auf die Hilfe der Engel verlassen.

Maria in Not - Foto: Tobias Neugebauer/Neutzer Media

Sänger und Musikanten umrahmen die Theatersequenzen mit passenden Stücken zur Vorweihnachtszeit. Wohl mit Blick auf Flüchtlingskrisen und latenter Ausländerfeindlichkeit sagt Winklmüller: „Das Stück ist zeitlos und insbesondere in Zeiten der jetzigen Gesamtsituation aktueller denn je.“

Gemütliche Einkehr

Nach dem Stück ist eine Einkehr in der ehemaligen Schützenhalle bei der Schlosswirtschaft möglich. „Der Erlös kommt jedes Jahr einer sozialen Einrichtung in Furth im Wald zugute oder wird für einen besonderen Zweck gespendet“, sagt der Vereinsvorsitzende abschießend.

Herbergssuche

Die Herbergssuche findet heuer am Freitag (19 Uhr) und Samstag (18 Uhr), 12. und 13. Dezember, statt. Treffpunkt ist der Skiliftparkplatz. Im Anschluss daran trifft man sich in der Schützenhalle zum gemütlichen Beisammensein. Erwachsene bezahlen für die beschwerliche Reise von Maria und Josef zehn Euro, Kinder acht Euro. Anmeldung und Infos unter Telefon: 0 99 73/24 37. fa