In Siegenburg entstehen Bauparzellen - auch für Tinyhäuser

Siegenburg plant weitere Bauparzellen. Die Parzellen sollen vor allem Einheimischen zur Verfügung stehen. Dabei soll es in Zukunft nicht immer nur um das klassische Einfamilienhaus mit Garten gehen. Allerdings seien etwa beim Mietwohnungsbau Grenzen gesetzt, hieß es. Andere Infrastrukturmaßnahmen müssen weiter warten.
Das jüngste Baugebiet namens Turnerhölzl II mit sieben Plätzen soll nach den Worten von Bürgermeister Johann Bergermeier rasch umgesetzt werden. Und schon habe man eine Erweiterung des Areals am Ortsausgang Richtung Niederumelsdorf im Blick. Vier zusätzliche Parzellen sollen entstehen. Bisher waren vor allem Areale entlang der Staudacher Straße in Richtung Train erschlossen worden.
Bergermeier betont im Gespräch mit unserer Zeitung, dass man es wieder einmal ganz bewusst bei einigen wenigen Parzellen belassen will. So sei es nicht das primäre Ziel solcher Baugebiete, Neubürger anzulocken. In erster Linie wolle man den jungen Siegenburger Familien, die im Ort bleiben wollen und Baugrund suchen, eine Möglichkeit bieten. Und für dieses Klientel sei die Menge an Parzellen, die so vorgehalten werden, auch ausreichend.
Kleine Parzellen - geeignet für Tinyhäuser
Sicherlich sind es auf den ersten Blick typische Parzellen für Einfamilienhäuser mit Garten. Allerdings wisse man seitens der Kommune sehr wohl, dass Zeiten, zu denen man sich so ohne Weiteres ein solches Projekt leisten konnte, längst vorbei sind. Deshalb biete die Kommune mittlerweile eher kleinere Parzellen zwischen 250 und 300 Quadratmeter Fläche an - typische Größen messen eher das Doppelte.
Der Bürgermeister spricht von Parzellen, auf denen man durchaus auch ein so genanntes Tinyhaus platzieren könne. In Abensberg gibt es mittlerweile Baugebiete, in denen solche Hausformen entstehen. Dagegen sieht Bergermeier Mietwohnungsbau eher als Problem. Nicht, dass die Kommune keine Mehrparteienhäuser in Baugebieten vorhalten wolle. Allerdings sei die Rückmeldung von Bauträgern bei diesem Thema nicht so gut. In deren Augen ließen sich solche Gebäude schlecht vermarkten.
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Es ist dann ja eben auch jemand notwendig, der solche Mietwohnhäuser verwaltet. Ein Bauträger werde wohl vor allem auf den schnellen Verkauf auch solcher Einheiten setzen. Bergermeier verweist im Gespräch auf das ehemalige Raiffeisenareal. Dort seien eben solche Wohneinheiten eingeplant gewesen. Sie zu vermarkten erweise sich als nicht so einfach. Könnte die Kommune selbst als Bauträger solcher Gebäude auftreten? Da winkt der Bürgermeister nur ab.
Beim Hochwasserschutz gibt es weiterhin Lücken
Immerhin geht es bei dieser Infrastrukturfrage voran. Bei einem anderen Thema kann der Bürgermeister keine Fortschritte vermelden. Jüngst sind Förderbescheide für die vorgesehenen Bauarbeiten für den Schutz des Ortsteils Niederumelsdorf vor Starkregenereignissen übergeben worden. Allerdings wären, um einen optimalen Schutz für alle Siegenburgerinnen und Siegenburger zu erreichen, weitere Maßnahmen notwendig.
Bereits vor einigen Jahren gab es Vorarbeiten für ein großes Rückhaltebecken im Bereich Morgenrothmühle. Die Planungen sind laut Bürgermeister mittlerweile auch beendet. Allein schrecken die möglichen Kosten von rund zehn Millionen Euro ab. Das ist den politisch Verantwortlichen nach wie vor zu teuer. Zumindest würden derzeit andere Maßnahmen, etwa die Schaffung eines neuen Feuerwehrareals oder der Umbau des Gollerhauses, priorisiert. Ähnlich verhält es sich für mögliche Maßnahmen im Ortsteil Tollbach. Auch dort seien die Kosten für ein Rückhaltebecken der Knackpunkt.