Beim Dorfplatz Offenstetten soll jetzt Expertise von außen helfen.

Von Wolfgang Abeltshauser · 29. Oktober 2025 um 15:00

Planungen für einen Dorfplatz im Abensberger Ortsteil Offenstetten und weitergehende Maßnahmen für eine Ortsgestaltung laufen nach wie vor. Jetzt soll ein Experte, der im Ort nicht unbekannt ist, mit an Bord, um endlich eine klare Marschrichtung zu erarbeiten.

Auf Nachfrage dieser Zeitung gesteht Bürgermeister Bernhard Resch ein, dass es in Sachen Ortsgestaltung in Offenstetten mit dem Dorfplatz als primerem nächsten Teilziel noch keine Entscheidungen gibt. Wie berichtet plant die Dorfgemeinschaft einen Dorfplatz mit inklusiven Garten und Räume, in denen Vereine Utensilien unterbringen können. Auch eine kleine Freilichtbühne sei vorstellbar.

Nachdem ursprünglich eine Fläche im Bereich Sommerkeller für das Projekt auserkoren war, geriet in den vergangenen Monaten bekanntlich der Pfarrgarten in den Fokus. Laut Resch sei sich die Ortsgemeinschaft aber immer noch nicht einig über die Details des Projekts. Derweil spinnt der Bürgermeister die Geschichte schon einmal weiter. Er kann sich außer dem inklusiven Garten auch einen inklusiven Spielplatz vorstellen, den man doch ganz gut auf dem Areal des TSV platzieren könnte.

Der Spielplatz auf dem Gelände des TSV könnte bei der Ortsgestaltung noch eine Rolle spielen. - Foto: Wolfgang Abeltshauser

Um all die Ideen endgültig zu sammeln und eine klare Marschrichtung zu erarbeiten, will der Bürgermeister jetzt einen alten Bekannten mit ins Boot holen. Er will den Experten für Städteplanung und Ortsgestaltung Klaus Zeitler, der das Sozialwissenschaftliche Institut für regionale Entwicklung gegründet hat und leitet, damit beauftragen, die weiteren Vorgespräche zu moderieren und in eine klare Richtung zu bringen.

Zeitler habe beispielsweise auch beim Supermarkt-Projekt mitgewirkt. Eine groß angelegte Bürgerversammlung zum Thema soll es aber keine geben. Resch hat vor, Vertreter aller Vereine und Zeitler zusammenzubringen. Bisher habe er den Eindruck, dass noch nicht alle in Offenstetten mit dem Standort des Dorfplatzes beim Pfarrgarten gegenüber von Kirche und Schloss zufrieden seien.

Alternativen für das Areal am Sommerkeller

Durchaus werde der ursprüngliche ins Auge gefasste Standort, der mittlerweile auch Eigentum der Kommune ist, wieder ins Spiel gebracht, obwohl der von Anfang an kritisiert worden ist. Resch hofft, dass es Zeitler schafft, den eigentlichen Willen der Dorfgemeinschaft herauszuarbeiten. Erst danach könnte ein Fachmann mit konkreten Planungen für das Projekt beginnen. Eventuell hat man gar keine Zeit verloren, denn Resch berichtete vor Monaten, dass es derzeit schwer sei, Planer mit zeitlichen Kapazitäten zu finden.

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Resch betont auf Nachfrage, dass das zu Beginn ins Auge gefasst Areal entlang der Straße am Sommerkeller durchaus anders genutzt werden könne als mit dem Dorfplatz, der dort ohnehin nicht im Zentrum Offenstetten läge. Der Bürgermeister rechnet damit, dass mittelfristig ein größeres Feuerwehrareal notwendig werde. Dies könne er sich dort am Ortsrand ganz gut vorstellen. Aber auch Wohnbebauung sei möglich - letztendlich könne dort beides verwirklicht werden.

Anstoß kam von Harald Hillebrand

Wie mehrfach berichtet kam der ursprüngliche Anstoß für das Projekt aus dem Kreisverband der Obst- und Gartenbauvereine. Dessen Vorsitzender Harald Hillebrand kam auf den Bürgermeister zu und schlug ein gemeinsames Vorgehen vor. Der Verband plant für die Zukunft drei Kreisobst-Lehrgärten – in Mainburg, Kapfelberg und eben Offenstetten. Letzterer solle eine inklusive Note bekommen. Wie berichtet soll er beispielsweise mit Rollstühlen befahrbar sein. Beete sollen so wie Tische angelegt werden, so dass man mit dem Rollstuhl ganz nahe heranfahren kann.

An diesem Grundkonzept rüttelt auch in Offenstetten niemand. Mittlerweile hat sich wie berichtet auf Anregung des Bürgermeisters ein Obst- und Gartenbauverein gegründet, dessen Vorsitzender Markus Junker schon einmal angekündigt hat, von Anfang an beim Garten mitzuarbeiten - einmal ganz unabhängig vom Standort. Auch dessen Pflege solle in seinen Augen der Verein übernehmen.

Weiteres Projekt rund um die Hofmark

Neben dem Dorfplatz ist die Generalsanierung der Hofmark in den Augen des Bürgermeisters ein weiteres Thema in Sachen Ortsgestaltung. Die Straße, die unter anderem entlang der Mauer rund um Schloss und Cabrinizentrum führt, macht jetzt schon rein optisch keinen schönen Eindruck. Unter anderem machen sich sowohl Kommune als auch die Katholische Jugendfürsorge, unter deren Dach sich Schloss und Zentrum befinden, Gedanken darüber, die Mauer zu öffnen.