Auf dem einstigen Kasernengelände in Regensburg wohnen nun Studenten

Von Jürgen Scharf · 28. Oktober 2025 um 09:00

Für einen der Ehrengäste war es wirklich ein ganz besonderes Wiedersehen. SPD-Oberbürgermeisterkandidat Thomas Burger hatte in der Nibelungenkaserne einst seinen Wehrdienst absolviert: „Und auch hier in diesem Gebäude hatte ich Wachdienst.“ Nun wurde es umgebaut – und ist eine öffentlich geförderte Studierendenwohnanlage.

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Bereits seit zwei Jahren leben in dem Gebäude in der Fort-Skelly-Straße drei Dutzend Studierende. Zuletzt wurde aber noch am Gemeinschaftsraum gefeilt. Der ist nun auch fertig. Deswegen wurde jetzt offiziell Eröffnung gefeiert. Und zu der kam auch der bayerische Bauminister Christian Bernreiter. Der Freistaat hatte sich nämlich mit 2,2 Millionen Euro an den knapp 15 Millionen Euro Gesamtkosten beteiligt.

„Wechselhafte und spannende Geschichte“

Das nahe bei OTH und Universität gelegene Gebäude hat eine „wechselhafte und spannende Geschichte“, wie gestern berichtet wurde. Es entstand als Flak-Kaserne in der NS-Zeit. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde diese vom 11. US-Kavallerieregiement bis in die 60er Jahre weitergeführt und danach bis 2010 von der Bundeswehr genutzt.

2018 kaufte dann die Universität das Gebäude. Der Umbau des denkmalgeschützten Areals zu einer Wohnanlage sei laut Doreen Steudte vom Studierendenwerk Niederbayern-Oberpfalz eine große Herausforderung gewesen. Es sei darum gegangen, „einen Brückenschlag von einer bewegten Geschichte zu einer modernen Wohnstätte für Studierende aus aller Welt zu vollziehen“. OTH-Präsident Ralph Schneider sprach von einem „wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Studienbedingungen in Regensburg“. Die neue Anlage biete „dringend benötigten Wohnraum und ist zugleich durch ihre Nähe zum Campus ein Ort der Begegnung, des Lernens und der kulturellen Vielfalt“. Dies entspreche auch „ganz dem Geist und den Zielen unseres Plans für die Hochschulentwicklung“.

Ehemalige Säulenhalle nun ein Gemeinschafstraum

In der Anlage gibt es 24 Einzelvollapartments, sechs Teilapartments in Zweier-WGs, vier Teilapartments in einer Vierer-WG und zwei Familienapartments für Studierende mit Kind. Alle Wohnungen sind möbliert und mit einem eigenen Bad ausgestattet. Die ehemalige Säulenhalle des Militärgebäudes wurde zum Gemeinschafstraum umgebaut. Dieser soll als Lobby und zentrale Anlaufstelle dienen.

Insgesamt, so sagte es Stadtrat Burger, der Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer vertrat, sei mit dem Projekt in „diesem neuen, lebendigen Stadtteil ein weiteres wunderbares Kapitel aufgeschlagen“ worden. Es sei auch ein Beispiel dafür, fand er, wie ehemalige Bundeswehr-Gebäude optimal umfunktioniert werden können.