Historisch: Linke stellt erstmals eine Liste für Nittenauer Stadtratswahl auf

Von Mittelbayerische Zeitung · 27. Oktober 2025 um 11:00

Kürzlich trafen sich die Nittenauer Mitglieder der Partei Die Linke sowie interessierte Bewerber in der Hotel-Gaststätte Pirzer, um eine Liste für den Nittenauer Stadtrat bei der Kommunalwahl 2026 aufzustellen. Kreisverbandsvorsitzende Uschi Maxim leitete die Versammlung, in der die Listenpositionen festgelegt wurden.

Kreisrat Manfred Preischl, der auf Listenplatz 1 gewählt wurde, betonte in seiner Bewerbungsrede die zunehmende soziale Ungerechtigkeit in Deutschland. Er möchte sich in Nittenau dafür einsetzen, die angespannte Wohnungssituation zu verbessern, indem zum Beispiel Leerstände konsequent von der Stadt genutzt und bei Gelegenheit Immobilien in kommunales Eigentum überführt werden sollen. „Luxuswohnungen sind ausreichend vorhanden. Doch an bezahlbarem Wohnraum für finanziell schlechter gestellte Menschen mangelt es nach wie vor – das ist eine katastrophale Entwicklung“, meinte Preischl.

Die dünne Taktung der Busverbindungen macht es für die Menschen in Nittenau sehr schwer, die kein Auto besitzen.Diana Schulz, Stadtratsbewerberin der Linken über den Öffentlichen Personennahverkehr

Auf Listenplatz 2 wurde Diana Schulz gewählt. Ihr liegt besonders die Entwicklung der Angerinsel am Herzen. Schulz möchte sich dafür einsetzen, dass die Insel nicht bebaut oder versiegelt wird, sondern als Oase der Erholung und Begegnung im Ortskern erhalten bleibt und weiterentwickelt wird. Eine Nutzung für kulturelle Veranstaltungen sollte von der Stadt Nittenau engagiert vorangetrieben werden.

Der Öffentliche Personennahverkehr sei besonders in Nittenau massiv unterentwickelt, fand Schulz. „Die dünne Taktung der Busverbindungen macht es für die Menschen in Nittenau sehr schwer, die kein Auto besitzen. Da muss sich dringend etwas ändern.“