So läuft es auf der B85-Baustelle: Schleichverkehr sorgt für Schäden

Von Cornelia Lorenz · 24. Oktober 2025 um 15:00

Bei Autofahrern sorgt die B85-Baustelle bei Bodenwöhr (Landkreis Schwandorf) mit ihrer 16 Kilometer langen Umleitung für Unmut. Doch ein Ende der Unannehmlichkeiten ist in Sicht: Spätestens am 21. November soll das Projekt abgeschlossen sein. Für die Bürger aus Neuenschwand gab es jetzt schon eine gute Nachricht: Hier kommt Flüsterasphalt zum Einsatz.

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Seit 29. September ist die Bundesstraße 85 westlich von Bodenwöhr dicht: Hier wird ein 2,5 Kilometer langes Teilstück für rund 1,6 Millionen Euro erneuert. Der Fahrbahnbelag war über 16 Jahre alt und deshalb laut Staatlichem Bauamt Amberg-Sulzbach dringend sanierungsbedürftig.

Zeitplan wird eingehalten

Deshalb ist die B85 aktuell zwischen Neuenschwand und Blechhammer für den Verkehr gesperrt, der offiziell via Neunburg umgeleitet wird. Beim Staatlichen Bauamt ist man zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Sanierungsarbeiten. „Derzeit liegen wir voll im Zeitplan“, sagt Bauoberrat Björn Letz. Es seien bereits alle Bereiche abgefräst worden. Nach dem Einbau der Asphaltbinderschicht werde man kommende Woche im vierstreifigen Bereich mit der Asphaltdeckschicht beginnen.

In Summe werden laut Letz rund 40.000 Quadratmeter Asphaltfläche erneuert. Neu in die Baustelle integriert wurde kurzfristig der 800 Meter lange B85-Abschnitt von der Einmündung bei Fliesen Fritsch bis zur Bodenwöhrer Straße. Dies sei relativ spontan möglich geworden, weil dieses Teilstück gerade ganz aktuell ins neue Erhaltungsprogramm des Bundes aufgenommen worden sei, so Letz.

Die Bürger aus Neuenschwand können sich derweil freuen: Auf Höhe ihres Ortes wird nun auf einer Strecke von 1,1 Kilometern Länge Flüsterasphalt zum Einsatz kommen, der weniger Lärm verursacht. Bürgermeister Georg Hoffmann (CSU) erklärte gegenüber der Mittelbayerischen, eine Reihe Neuenschwander Bürger hätten sich bei ihm beklagt und sich gefragt, warum bei der Sanierung der B85 bei Heselbach Flüsterasphalt verwendet worden sei, bei Neuenschwand aber nicht. Nun kommt die leisere Asphaltvariante auch dort. „Letztlich sind wir zur Auffassung gelangt, dass der Einbau eines lärmoptimierten Asphaltbelags vorliegend gerechtfertigt ist“, so Letz.

Mit dieser Lösung ist Hoffmann zufrieden – mit den Folgen der Umleitung dagegen weniger. Diese sei für Bodenwöhr „anstrengend“, wie der Rathauschef es formuliert. Weil viele Ortskundige die Umfahrung via Neunburg vermeiden wollten, nutzten sie gern die kleinen Gemeindeverbindungsstraßen rund um Bodenwöhr und Bruck, so Hoffmann.

Gefahr für Bankette

Auf Brucker Gemeindegebiet werden im Bereich von Kölbldorf und Schöngras schmale Straßen als Ausweichroute genutzt. Darunter leiden die Bankette. - Foto: Markt Bruck

Problematisch sei das, wenn sich schwere Lkw für diese Schleichwege entscheiden. „Die machen uns die Bankette kaputt“, sagt der Bodenwöhrer Bürgermeister. Deshalb habe man auf diesen Routen Schilder aufgestellt, die Fahrzeuge über 3,5 Tonnen fernhalten sollen. Doch die Gemeinde hofft auch auf finanzielle Unterstützung: Hoffmann hat bereits ans Staatliche Bauamt geschrieben und es dazu aufgerufen, sich an den Kosten für die Wiederherstellung der beschädigten Bankette zu beteiligen.

Das sind bei uns richtige Schneisen. Da ist das ganze Bankett kaputt.Heike Faltermeier, Bürgermeisterin von Bruck

Auch in Bruck ist man nicht gerade erfreut über den Zustand, den beispielsweise die Straßen bei Schöngras oder Kölbldorf aufgrund des Schleichverkehrs mittlerweile erreicht haben. „Das sind bei uns richtige Schneisen. Da ist das ganze Bankett kaputt“, ärgert sich Bürgermeisterin Heike Faltermeier (CSU). Deshalb habe der Markt Bruck auch Tempo-30-Schilder aufgestellt. Wer schneller fahre, müsse damit rechnen, geblitzt zu werden.