Folgenschwere Verwechslung: Polizei schießt Bundeswehrsoldat bei Übung in Erding an

Von Passauer Neue Presse · 22. Oktober 2025 um 19:08

Bei einer Übung im oberbayerischen Erding ist ein Feldjäger nach Angaben der Bundeswehr angeschossen worden – bei einem Schusswechsel mit der Polizei. Offenbar war es zu einem folgenschweren Missverständnis gekommen.

Video ansehen

Laut einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberbayern hatten Bürger eine Person mit einer Langwaffe gemeldet. Mit starken Kräften rückte die Polizei am Einsatzort in Altenerding an. Vor Ort sei es dann wegen einer „Fehlinterpretation“ zu Schüssen gekommen. Dabei wurde ein Mann leicht verletzt.

Die Polizei forderte einen Hubschrauber an und umstellte den Tatort. Im Nachgang stellte sich heraus, dass es sich bei dem bewaffneten Mann um einen Soldaten der Bundeswehr handelt, der im Rahmen einer Übung vor Ort war.

Zahlreiche Fahrzeuge von Blaulichtorganisationen stehen am Einsatzort. - Foto: Fib/Eß

Der Mann wurde laut Polizei mit Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht und noch am Abend wieder entlassen.

Die Übung war vorher angemeldet worden, berichtet die dpa unter Berufung auf Bundeswehrangaben. Gefahr für die Bevölkerung bestand nicht, teilt die Polizei mit.

Die Kripo Erding hat mit Spezialisten des Landeskriminalamtes die Ermittlungen übernommen. Die Bundeswehr steht laut Polizei im Austausch mit den Ermittlungsbehörden vor Ort, um „hier schnellstmöglich aufzuklären“.