Das Projekt um eine Garnelenzucht in Berngau liegt vorerst auf Eis

Das Projekt „Jura-Garnelen“ kann nicht umgesetzt werden. Zumindest vorerst, wie nun in der Berngauer Gemeinderatsitzung bekannt wurde. Eigentlich hätte der Bau am Rand von Allertshofen längst stehen sollen. Claudia Laumer als Betreiberin und ihr Lebensgefährte Albert Fiehl wollten hier Garnelen aufziehen und auch im eingegliederten Hofladen vermarkten.
Sogar der Vorhaben bezogene Bebauungsplan speziell für dieses Vorhaben war inzwischen genehmigt. Doch ihre Pläne haben Laumer und Fiehl nun vorerst aufgegeben. „Der Bau wäre derzeit nicht wirtschaftlich“, sagte Fiehl als Zuhörer in der Sitzung.
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Der Gemeinderat beschäftigte sich aber mit einem neuen Vorhaben des Paares. Auf dem Grundstück nebenan soll ein Hofladen gebaut werden und im Obergeschoss des Gebäudes soll laut Antrag auch eine Wohnung integriert sein. In dem Hofladen sollen unter anderem Produkte aus Laumers Biohof vermarktet werden.
Laumers neues Projekt: Mikroorganismen
Auch Laumers Firma „Wurzelerde“ soll hier angesiedelt werden. Die Firma ist bereits in Allertshofen am Biohof tätig. Fiehl will den Vertrieb von nützlichen Mikroorganismen intensiver betreiben, wie er unserer Zeitung sagte.
Das Grundstück, auf dem dies alles geplant ist, liegt allerdings im Außenbereich und dürfte nur bebaut werden, wenn es sich um ein privilegiertes Vorhaben handelte. Das ist aber laut Landratsamt nicht der Fall. Die Antragsteller hätten gerne einen positiven Bescheid über eine Einbeziehungssatzung gehabt, eine Art vereinfachten Bebauungsplan, der dem Nachbargrundstück entspricht. Auch hiergegen hat sich das Landratsamt bereits ausgesprochen. Auch die Gemeinderäte haben dies per Beschluss abgelehnt.
Was wird aus dem Hofladen in Berngau?
Eine zweite Möglichkeit wäre gewesen, den bereits vorhandenen Bebauungsplan „Jura-Garnelen“ zu ändern, so dass der Hofladen dort hätte entstehen können. Aber auch das hat der Gemeinderat mit sechs zu acht Stimmen mehrheitlich abgelehnt. Die Begründung lautete, dass die Firma Jura-Garnelen dann nie mehr gebaut werden könnte.
Wenn das Paar ihren Hofladen bauen will, bleibt ihm nun wohl nichts anderes übrig, als auch für das angrenzende Grundstück einen – durchaus teuren – Vorhaben bezogenen Bebauungsplan zu beantragen. So lautete die Empfehlung des Landratsamts. Für die ebenfalls gewünschte Wohnung über dem Hofladen wird es dann wohl eher keine Genehmigung geben, so war der Sitzungslage zu entnehmen.
Entwicklungen im Baugebiet „Am Dümpfel“
„Jetzt geht es los im Baugebiet Am Dümpfel“, kommentierte Bürgermeister Thomas Meier zwei Tagesordnungspunkte. Bauanträge würden zwar erst ab November entgegen genommen, die ersten Bauherren im Baugebiet „Am Dümpfel“ stimmten sich aber mit der Gemeinde ab.
So wollte einer wissen, ob er sein künftiges Haus olivgrün anstreichen darf. Darin sahen die Gemeinderäte kein Problem. Auch die Tyrolsberger Straße, die im Zusammenhang mit dem Baugebiet gesperrt war, soll wieder freigegeben werden. Die Teilabnahme erfolgt am 29. Oktober.
Den Winterdienst für die Gemeinde Berngau wird künftig die Firma Köhl übernehmen, aus haushaltsrechtlichen Gründen war eine neue Vergabe notwendig. Von Beschwerden nach Kabelverlegung durch eine Firma berichtete Michael Ochsenkühn. Meier sagte, man werde künftig als Folge daraus, derartige Arbeiten mit einer externen Dokumentation begleiten lassen.