Kelheimer Kreistag bestätigt bisherigen Weg für Ilmtalklinik – baut aber Hintertür ein

Von Martina Hutzler · 20. Oktober 2025 um 17:26

Einen „Ja, aber“-Beschluss hat der Kelheimer Kreistag am Montag in Sachen Ilmtalklinik Mainburg (ITK) gefasst: Das Gremium hat seine schon gefasste Entscheidung nicht infrage gestellt, die ITK in eine „Sektorenübergreifende Versorgungseinrichtung“ umzuwandeln. Aber es hat nun per Beschluss eine zusätzliche „Rückfallebene“ eingefügt.

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Wie berichtet, soll das Krankenhaus Mainburg zur „Sektorenübergreifenden Versorgungseinrichtung“ werden. Aber der Kreistag ist nun doch dafür, sozusagen „vorsorglich “ auch diejenigen Leistungsgruppen zu beantragen, die für eine Weiterführung der ITK als Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung nötig wären.

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Damit will sich die Kreispolitik absichern für den Fall, „dass die SÜV nicht zur Umsetzung gelangt“, heißt es im Beschluss. Darin spricht sich der Kreistag ferner „für eine bedarfsgerechte Notfallversorgung 24/7“ in Mainburg aus.

Den Beschluss fasste der Kreistag am Montag mit 52:3 Stimmen. Er basierte auf einem fraktionsübergreifenden Antrag, den Landrat Martin Neumeyer angeregt hatte. Zuvor war über zwei noch weiterreichende Anträge abgestimmt worden: einen von der ÖDP und einen von den Freien Wählern; beide bestehend aus mehreren Unterpunkten. Mit wechselnden Mehrheiten wurden fast alle Unterpunkte abgelehnt. Lediglich der FW-Teilantrag, „eine Notfallversorgung von 24/7 vorzuhalten“, fand eine breite Mehrheit.