Hitlergruß, Haftbefehle und illegale Potenzmittel: Polizei hatte in Furth viel zu tun

Von Mittelbayerische Zeitung · 20. Oktober 2025 um 14:53

Am Wochenende haben Bundespolizisten im Rahmen der Grenzkontrollen am Grenzübergang Furth im Wald (Landkreis Cham) zwei Haftbefehle vollstreckt und illegale Potenzmittel sichergestellt. Zudem zeigten die Beamten einen 42-jährigen Deutschen an, weil er ihnen den Hitlergruß gezeigt hatte.

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Am Sonntag gegen 8.45 Uhr passierte ein Pkw mit deutscher Zulassung von Tschechien kommend den Grenzübergang Furth im Wald. Dabei zeigte der Beifahrer dem kontrollierenden Bundespolizisten den Hitlergruß.

Das Bundespolizeirevier Furth im Wald ermittelt gegen 43-jährigen Deutschen wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen gestatteten die Beamten dem Mann die Weiterreise.

Tscheche wurde per Haftbefehl gesucht

Etwa vier Stunden später kontrollierten die Beamten einen 27-jährigen Tschechen. Bei der Überprüfung der Personalien im polizeilichen Fahndungssystem stellte sich heraus, dass der Mann per Haftbefehl gesucht wurde. Das Amtsgericht Regensburg hatte den Tschechen wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetzes zu einer Geldstrafe verurteilt. Weil er diese aber bisher nicht beglichen hat, erließ die Staatsanwaltschaft Regensburg einen Vollstreckungshaftbefehl. Der 27-Jährige konnte die Ersatzfreiheitsstrafe abwenden, indem er seine Justizschulden in Höhe von rund 1300 Euro beglich. Anschließend setzten die Beamten den Mann auf freien Fuß.

Syrer hatte illegale Potenzmittel dabei

Bereits am Tag zuvor erwischten die Beamten gegen 13.40 Uhr einen 43-jährigen Syrer mit illegalen Potenzmitteln. Die Bundespolizisten stellen die 15 Tabletten sicher. Der zuständige Zoll Furth im Wald übernahm die Ermittlungen wegen eines Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnte der Syrer die Dienststelle wieder verlassen.

Am Freitag gegen 12.30 Uhr klickten für einen 41-jährigen Ukrainer die Handschellen. Die Überprüfung im polizeilichen Fahndungssystem hatte ergeben, dass gegen den Mann ein Europäischer Haftbefehl vorlag. Die tschechischen Behörden fahndeten aufgrund eines Gewaltdeliktes nach dem Ukrainer. Nach der Vorführung am Amtsgericht Regensburg lieferten die Beamten den 41-Jährigen in die Justizvollzugsanstalt Regensburg ein.