Jugendliche richten auf dem Fußballplatz des TV Waldmünchen immer wieder Schäden an

Von Martin Hladik · 21. Oktober 2025 um 11:00

Seit Jahren ärgern sich die Fußballer des TV Waldmünchen im Landkreis Cham über Beschädigungen an ihrem A- und ihrem B-Platz. „In den letzten eineinhalb Jahren ist es aber immer schlimmer geworden“, sagt Stefan Umlauf. Er ist der Abteilungsleiter der Fußballer. Damit soll jetzt Schluss sein.

Video ansehen

Mindestens zweimal pro Woche müsse ein Vereinsmitglied vorbeikommen und auf beiden Plätzen, aber auch auf der Tribüne und in den Trainerhäuschen am Platz, Abfall und Glasscherben beseitigen, beschreibt Umlauf den Aufwand, den sein Verein damit hat.

Viele Schäden am Zaun

Nicht so einfach zu beseitigen und deutlich sichtbar sind auch die Schäden an den Zäunen, die den A- und den B-Platz sichern sollen. Alexander Huber, der stellvertretende Abteilungsleiter, zeigt eine Stelle im Zaun, die durch das Übersteigen heruntergerissen ist. Aber sie ist bei weitem nicht die einzige. Auch an anderen Orten ist der Maschendrahtzaun hochgebogen, um sich Zutritt zu verschaffen. „Es ist sogar mal einer mit dem Moped über den Platz gefahren. Warme Worte und Ermahnungen helfen einfach nicht mehr“, sagt Huber hörbar frustriert.

Deswegen sind bei einem Pressetermin zum Thema auch Bürgermeister Markus Ackermann und die Leiterin der Polizeistation Waldmünchen, Bianca Drechsel, anwesend. Beide machen deutlich, dass es sich bei den beiden Fußballplätzen um Privatgelände handelt und sie die Beschädigungen nicht dulden werden. Es sei immer wieder zu Vandalismus und Lärmbelästigungen gekommen.

Dabei gehe es nicht allein darum, dass sich Jugendliche oder junge Erwachsene unberechtigt Zutritt verschafften, um Fußball zu spielen, sondern es passiere mehr. Wo sonst sollten die Flaschen und Glasscherben herkommen. Die Verletzungsgefahr für andere Sportler sei damit groß. Auch das Feiern bei lauter Musik an den späten Sommerabenden sei ein Problem, sagte der Bürgermeister. Zum Fußballspielen oder sonstigen sportlichen Aktivitäten gebe es viele Möglichkeiten in der Stadt, angefangen beim öffentlichen Fußballplatz bei den Schulen. Es müsse nicht der eingezäunte Bereich des TV genutzt werden. Zudem gebe es beim TV ein breites Sportangebot, das jeder nutzen könne. Dass hier zwei Mal die Woche jemand den Unrat vom Platz beseitigen müsse, sei eine „völlig unnötige Belastung der Ehrenamtlichen“. Bürgermeister Ackermann machte deutlich, dass er nichts gegen die Freizeitaktivitäten von Jugendlichen habe, „aber die negativen Auswirkungen müssen wir verhindern“.

Polizei wird kontrollieren

Dass so etwas auch ins Geld geht, machte Abteilungsleiter Umlauf deutlich. Erst 2020 habe der Verein 5000 Euro aufgewendet, um die Oberfläche des B-Platz wieder fußball- und trainingstauglich zu machen.

Um das Betretungsverbot der Plätze durchzusetzen, auf das durch viele Tafeln hingewiesen wird, will auch die Polizei aktiv werden. Polizeichefin Drechsel sagte, künftig werde der Platz von den Streifen immer wieder einmal kontrolliert werden.

Sollten sich auf dem Gelände Personen unberechtigt aufhalten, werde man auf jeden Fall die Personalien feststellen und gegebenenfalls auch ein Betretungsverbot für das Gelände aussprechen. Im Wiederholungsfalle würde auch eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch drohen.