Amtsinhaber will's nochmal wissen: Dr. Benedikt Grünewald (CSU) will in Bad Abbach in die Verlängerung gehen

Von Bettina Gröber · 20. Oktober 2025 um 11:00

Dr. Benedikt Grünewald geht bei der Bürgermeisterwahl im März 2026 wieder für die Bad Abbacher CSU ins Rennen. Bei der Delegiertenversammlung am Freitag erhielt der Amtsinhaber dafür volle Unterstützung: Er wurde einstimmig zum Kandidaten gekürt. Auch die Liste der 24 Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahl zum Marktgemeinderat wurde ohne Gegenstimme angenommen.

Ob es „selbstverständlich“ sei, für eine zweite Amtszeit zu kandidieren? Die Antwort Grünewalds auf die Frage, die er sich rhetorisch selbst stellte, antwortete er mit einem klaren „Ja“. Er verwies auf die bekannten und weiterhin auf der Agenda stehenden Problemthemen, darunter den Dreiklang von Kaiser-Therme, Inselbad und Fußgängerbrücke, und zeigte sich kämpferisch: Gemeinsam werde man das schaffen, was anliegt.

Er habe sich die Sanierungsaufgaben „weder gewünscht noch ausgesucht“, aber nichtsdestotrotz solche Aufgaben „akzeptiert“, so Grünewald. Er sei überzeugt, dass dabei „Ehrlichkeit, harte Arbeit und Kompetenz“ honoriert würden. Mit Blick auf die Kaiser-Therme bedeutet das für Grünewald, „eine echte Lösung und keine Scheinlösung“ zu finden, „weil ein ,Weiter so‘ nicht funktioniert“. Er setze dabei sowie grundsätzlich darauf, die Bürgerinnen und Bürger breit zu informieren – „weil ich sie mitnehmen will“.

„Trendwende im Tourismus“

In seiner „Vorstellungsrede“ verwies Grünewald in erster Linie auf das, was während seiner bisherigen Amtszeit für Bad Abbach erreicht worden sei. Besonders wichtig bleibe das Schulzentrum, in das die Marktgemeinde seit seinem Amtsantritt über 20 Millionen Euro investiert habe. Verbesserungen am und im Kurhaus, die Entwicklung der Ortsmitte zum sozialen Treffpunkt, die Förderung der Ortsteile und Dorfgemeinschaften: All das verbucht der Amtsinhaber auf der Haben-Seite. Auch darauf eine moderne Tourismusverwaltung geschaffen zu haben, sei er stolz, so Grünewald. Auch wenn „noch nicht alles geklappt“ habe, sieht er bereits eine „Trendwende vollzogen“.

In Sachen gemeindeübergreifender Kooperationen bekam der Bürgermeister eine gute Portion Wertschätzung vom Amtskollegen und Parteifreund Manfred Jackermeier aus Teugn, der Grünewald Weitblick und Sachkenntnis attestierte. Außerdem habe er in den Bad Abbacher Bürgermeister in den vergangenen Jahren im einen oder anderen Festzelt auch mal als „Partyhengst“ kennengelernt. „Und das gehört auch dazu, dass man mit den Menschen feiert“.

Seitenhiebe auf politische Opponenten blieben in der Rede bei der Aufstellungsversammlung aus: „Große Wahlkampfrhetorik ist nicht mein Ding“, sagte Grünewald. Mit seinem Gegenkandidaten bei den Wahlen 2020, Christian Hanika (Freie Wähler), sei er seinerzeit zum Essen gegangen, es habe ein gutes Gespräch gegeben und sich eine ebenso gute Zusammenarbeit entwickelt.

Miteinander im Marktrat

Ein entsprechendes Lob gab es auch für das Miteinander im Marktgemeinderat: „Wir arbeiten wirklich gern zusammen.“ Er habe sogar schon gehört, manche bedauerten, „dass in Bad Abbach ja gar nichts mehr los ist“, berichtete der Bürgermeister augenzwinkernd.

Ziel seiner Politik sei „eine moderne, aktive Gemeinde, in der man gerne lebt“, so Grünewald. 24 Kandidatinnen und Kandidaten, die auf der Liste für die Kommunalwahlen stehen, sollen ihn unterstützen. Neben ortsbekannten, teils langjährigen Politikerinnen und Politikern finden sich darauf auch junge Kandidierende sowie solche, die nicht CSU-Mitglied sind. Gerade auf der lokalen Ebene gehe es nicht primär um die Mitgliedschaft in einer Partei, ist Grünewald überzeugt: „Das Wichtigste ist die Persönlichkeit.“