Ausbau der Staatsstraße 2150 zwischen Rötz und Neukirchen-Balbini schreitet voran

Beim Staatlichen Bauamt ist man mit dem Baufortschritt vollauf zufrieden: Wie Dr. Richard Bosl, Leiter der für den Landkreis Cham zuständigen Abteilung, angibt, liegen die Arbeiten an der Staatsstraße 2150, die zwischen Rötz und der Bauamtsgrenze beim ehemaligen Camp Reed ausgebaut wird, gut im Zeit- und im Kostenrahmen.
Für den nördlichen Landkreis hat das Projekt große Bedeutung: Wer beispielsweise aus Rötz Richtung Regensburg fährt oder an den weiterführenden überörtlichen Verkehr gelangen will, nutzt dafür die St. 2150. Seit Mai wird die Strecke ausgebaut, derzeit im ersten Bauabschnitt ab der Bebauungsgrenze von Rötz. Hierfür ist die Firma Rädlinger beauftragt worden.
Zwei Jahre Bauzeit, 2,3 Kilometer, sechs Millionen Euro
Insgesamt werden in die 2,3 Kilometer lange Strecke, verteilt auf zwei Jahre Bauzeit (2025/2026), circa sechs Millionen Euro investiert. Am Dienstag wurde nun wie geplant damit begonnen, die Asphalttragschicht im ersten Bauabschnitt aufzubringen. Bei bester Witterung sei man dabei schon sehr weit gekommen, gab ein Mitarbeiter auf der Baustelle am Nachmittag an. Am Mittwoch könne die Maßnahme so gut wie abgeschlossen werden, so dass am Donnerstag nur noch die Zufahrten an der Reihe sein sollten.

Wenn die Witterung es weiterhin zulässt, soll nach der Tragschicht die Deckschicht aufgebracht und der erste Bauabschnitt noch heuer, voraussichtlich Ende November, fertiggestellt werden, damit die Strecke wieder für den Verkehr freigegeben werden kann, bis im Frühjahr wieder mit den Arbeiten begonnen wird. Geplant ist, dass die gesamte Maßnahme bis Ende 2026 fertiggestellt ist.
Die Sanierung der Staatsstraße bringt einige nicht alltägliche Aufgaben mit sich. Im Sommer waren sogar Felssprengungen notwendig gewesen: Für die massiven Felsbrocken kamen rund 400 Kilogramm Sprengstoff, eine spezielle Schwarzpulvermischung, verteilt auf 120 Bohrlöcher, zum Einsatz, um das Gestein abbaubar zu machen.

Die Waldfläche, die für die Straßenbaumaßnahme gerodet wird, ist insgesamt 15.000 Quadratmeter groß. Die Totalsperrung wird dafür genutzt, gleich die Rodungsarbeiten im zweiten Bauabschnitt durchzuführen. Für die notwendige Rodung entlang der Strecke gibt es Ausgleichsmaßnahmen: die Renaturierung der Schwarzach zwischen Niederpremeischl und Steegen in der Gemeinde Schönthal, die für kommendes Jahr geplant ist und eine weitere Maßnahme.

Zunächst war die Neugründung eines Buchenwaldes in der Gemeinde Niedermurach im Nachbarlandkreis Schwandorf geplant, eventuell wird laut Dr. Richard Bosl aber in Abstimmung mit den beteiligten Fachstellen eine andere Ausgleichsmaßnahme gewählt.