Bayernhafen kauft Gelände der Plattlinger Papierfabrik: Logistik auch für BMW

Von Christoph Häusler · 14. Oktober 2025 um 14:41

Bayernhafen, ein Beteiligungsunternehmen des Freistaats, hat das 52 Hektar große Areal des Papierherstellers UPM in Plattling und Stephansposching (Landkreis Deggendorf) gekauft. Dies wurde am Dienstagnachmittag bei einer Pressekonferenz im Beisein von Bauminister Christian Bernreiter (CSU) bekannt gegeben.

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Bayernhafen könne mit dem neuen Standort in Plattling ein logistischer Partner von BMW werden, skizzierte Bernreiter. Der Autokonzern baut nur wenige Kilometer entfernt in Straßkirchen ein Werk für Batterien für E-Autos. Während das Gelände der Papierfabrik bereits einen Gleisanschluss hat, hätte BMW diesen neu bauen müssen. Über den Kaufpreis haben UPM und Bayernhafen Stillschweigen vereinbart.

An der Pressekonferenz nahmen neben Minister Bernreiter auch Landrat Bernd Sibler, Plattlings Bürgermeister Hans Schmalhofer, Stephansposchings Bürgermeisterin Jutta Staudinger, Joachim Zimmermann von Bayernhafen und Gunnar Eberhard, Executive Vice President von UPM Communication Papers, teil.

Bei einer Pressekonferenz vor Ort wurde der Verkauf der ehemaligen Papierfabrik verkündet: Joachim Zimmermann (v.l.) von Bayernhafen, Gunnar Eberhard von UPM, Bau- und Verkehrsminister Christian Bernreiter, Landrat Bernd Sibler, Plattlings Bürgermeister Hans Schmalhofer und Stephansposchings Bürgermeisterin Jutta Staudinger. - Foto: Häusler

Gründe für die Schließung: Sinkende Nachfrage und hohe Energiepreise

Im Juli 2023 gab der finnische Konzern UPM bekannt, die 1982 in Plattling eröffnete Papierfabrik komplett schließen zu wollen. Als Gründe führte die Unternehmensführung damals die sinkende Nachfrage und die hohen Energiepreise in Deutschland an. 520 Menschen verloren ihre Jobs. Am 15. November 2023 wurde die Papiermaschine 11 endgültig abgestellt.

Wenige Tage nach der Schockmeldung besuchten Bau- und Verkehrsminister Bernreiter und Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW) die Papierfabrik. Landrat Sibler (CSU) sagte schon bei diesem Termin im Sommer 2023, dass es mehrere Interessenten für das Grundstück gebe.

Nutzung liegt in der Automobilbranche

Zwei Jahre später, im Sommer 2025, lagen den Kommunen Plattling und Stephansposching, auf deren Gebieten sich das ehemalige UPM-Areal erstreckt, Vorbescheidsanträge vor. Ein Automobillogistiker hatte die Absicht, dort einen Automobillogistik-Stützpunkt zu errichten. Stadtrat beziehungsweise Gemeinderat zeigten ihr grundsätzliches Einvernehmen mit einer Nutzung dieser Art. Dieser Antragssteller wird das Gelände nun sicher nicht mehr kaufen, aber vielleicht ist er ja interessiert, einen Bereich zu mieten.