Keine Anklage im Mordfall Loew: Tatbeteiligung von Gattin und Lebensgefährten nicht nachweisbar

Mehr als viereinhalb Jahre nach dem tödlichen Angriff auf Dieter Loew in seinem Haus in Wernberg (Landkreis Schwandorf) hat die Staatsanwaltschaft Amberg das Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Mordes gegen die mittlerweile 55-jährige* Ehefrau des Getöteten und ihren 28-jährigen Lebensgefährten wegen Nichtnachweisbarkeit einer Tatbeteiligung eingestellt.
Die Verteidiger, die beiden Regensburger Rechtsanwälte Robert Hankowetz und Thomas Winkelmeier, begrüßen diese, wenn auch späte, Einstellung und sahen sich in ihrer langjährig geäußerten Auffassung bestätigt, dass der Tatverdacht gegen ihre Mandanten von Anfang an nicht haltbar gewesen sei.
Paar stand seit März 2015 im Fokus der Ermittler
Der Unternehmer Dieter Loew war in der Nacht zum 22. Dezember 2014 in seinem Haus in Wernberg (Landkreis Schwandorf) überfallen und schwer verletzt worden. Der 76-Jährige starb vier Wochen später im Krankenhaus.
Seit März 2015 standen die getrennt lebende Ehefrau und deren Lebensgefährte, ein Polizeibeamter, im Fokus der Ermittlungen. Bereits Anfang 2016 und erneut Anfang 2017 hatten die Regensburger Strafverteidiger die überlange Spurenanalysedauer bemängelt.
Verteidiger bekommen ergänzende Akteneinsicht
Die Staatsanwaltschaft Amberg ist nunmehr mit der Einstellungsverfügung auch den Anträgen der Verteidigung auf ergänzende Akteneinsicht nachgekommen. Die hierbei neu überlassenen, umfangreichen Akten müssen jetzt einer eingehenden Sichtung unterzogen wegen, um Grundlagen etwaiger Schadensersatzansprüche zu prüfen.
*Transparenzhinweis: Es handelt sich hierbei um einen Artikel aus dem MZ-Archiv, der am 27. Juli 2019 erschienen ist. Nachdem die Kriminalpolizei Amberg im Oktober 2025 die Ermittlungen zum Mordfall Dieter Loew wieder aufgenommen hat, wurde dieser Text wiederhergestellt. Alle Altersangaben und zeitlichen Bezügen entsprechen dem damaligen Stand.