Zwei neue Betriebe für Fischbach: Spatenstiche sind für das Frühjahr 2026 geplant

Von Cornelia Lorenz · 11. Oktober 2025 um 19:00

Im Gewerbe- und Mischgebiet am Schwandorfer Weg geht es mit großen Schritten vorwärts: Die Erschließungsarbeiten für das rund 14.660 Quadratmeter große Areal am Fischbacher Ortsrand (Nittenau, Landkreis Schwandorf) sind beendet. Für das Frühjahr 2026 planen nun zwei Betriebe den Baustart.

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Einer davon kommt aus dem Stadtgebiet Nittenau: Die Firma Michl Maler wurde bereits vor 102 Jahren gegründet und ist derzeit noch an der Regentalstraße angesiedelt. Doch nun benötige man mehr Platz, unter anderem für einen Ausstellungsraum, sagt Geschäftsführer Marco Kraft. Schließlich gehe es bei einem Malerbetrieb um viel mehr als nur ums Wändestreichen, und das wolle man den Kunden auch präsentieren.

Elf Mitarbeiter hat die Firma Michl Maler derzeit. In Fischbach entsteht laut Geschäftsführer Kraft auf einem rund 3000 Quadratmeter großen Grundstück am Schwandorfer Weg zusätzlich zu den neuen Geschäftsräumen auch ein Wohnhaus.

Aus Maxhütte-Haidhof wird außerdem die Firma Elektro Beck nach Nittenau übersiedeln. Vor zwei Jahren hat Andreas Beck seinen Betrieb gegründet. Weil es vor Ort für das vierköpfige Team allmählich zu eng geworden sei, habe man sich für den Umzug nach Fischbach entschieden. Dort plant Beck nun auf einer Fläche von rund 1500 Quadratmetern den Bau der neuen Betriebsräume sowie seines Wohnhauses.

Optimaler Ablauf

Die Erschließung des Gewerbe- und Mischgebiets am Schwandorfer Weg hatte im Frühjahr 2024 begonnen und ist nun sogar etwas früher beendet als gedacht. „Alles ist so gelaufen wie geplant – es war eine Baustelle, wie man sie sich wünscht“, sagt Bürgermeister Benjamin Boml (FW).

Für die Erschließung der Parzellen hat die Stadt im Haushalt 2025 einiges an finanziellen Mitteln bereitgestellt: Insgesamt wurden 275.000 Euro für den Straßenbau, 716.000 Euro für die Abwasserentsorgung sowie 154.000 Euro für die Wasserversorgung eingeplant. Damit will die Stadt den Wirtschaftsstandort stärken und attraktive Rahmenbedingungen für Unternehmen jeder Größenordnung schaffen.

Die Flächen am Schwandorfer Weg teilen sich in einen Mischbereich für Wohnen und Gewerbe sowie ein reines Gewerbegebiet auf. Im Mischgebiet sind nach Angaben aus dem Rathaus bereits fast alle Parzellen vergeben, lediglich eine Fläche ist noch frei. Im Gewerbegebiet stehen derzeit noch rund 8000 Quadratmeter zur Verfügung. Diese können entweder als Gesamtfläche oder in Teilstücken erworben werden.

Fischbach ist ein lebendiger Ort mit viel Potenzial. Dass wir hier nun so schnell vorankommen, freut mich sehr.

Benjamin Boml, Bürgermeister

Mit der Ansiedlung der ersten Betriebe wird in der langen Geschichte des Geländes am Schwandorfer Weg ein neues Kapitel aufgeschlagen. 2016 hatte die Stadt Nittenau die Flächen erworben, und zwar gemeinsam mit dem ehemaligen Ökonomiehof und Grundstücken am Hopfengarten. Zunächst war geplant gewesen, Betriebe anzusiedeln.

Nachfrage war zu gering

Als dieses Vorhaben nicht den gewünschten Erfolg brachte und auch die zwischenzeitlich angedachte Wohnbebauung mangels Nachfrage nicht realisiert werden konnte, kehrte der Nittenauer Stadtrat 2023 in Fischbach zum ursprünglichen Konzept zurück. Seitdem ist die Fläche am Schwandorfer Weg als Gewerbe- und Mischgebiet ausgewiesen.

Im Rathaus ist man froh über die Fortschritte am Schwandorfer Weg. „Solche Projekte zeigen, wie wichtig es ist, Entwicklungsmöglichkeiten in unseren Ortsteilen zu schaffen“, sagt Bürgermeister Boml. „Fischbach ist ein lebendiger Ort mit viel Potenzial. Dass wir hier nun so schnell vorankommen, freut mich sehr.“