Jugendbürgerversammlung in Nittenau: JuNit soll ab 24. Oktober regelmäßig geöffnet haben

Die Politikverdrossenheit dürfte ein Thema in allen Alterssparten sein. Dass es schwer ist, Jugendliche für Politik – auch auf kommunaler Ebene – zu begeistern, ist ein offenes Geheimnis. Die Stadt Nittenau beschreitet allerdings neue Wege – durchaus mit Erfolg. Am Mittwochabend fand im Jugendzentrum JuNit, das ab 24. Oktober regelmäßig geöffnet haben soll, die diesjährige Jungbürgerversammlung statt.
Das Interesse an aktiver Mitgestaltung in der Stadt ist somit durchaus vorhanden. Es kamen zahlreiche Jugendliche, Mitglieder des aktuellen Jugendparlaments oder Vertreter städtischer Einrichtungen, darunter auch Carolin Schmuck von der Volkshochschule und Bürgermeister Benjamin Boml (FW).
Neuwahlen im November
Veronika Kangler, Vorsitzende des Jugendparlaments, leitete durch die Veranstaltung und gab einen Überblick über die bisherigen Aktionen und Initiativen, die man umsetzen konnte. Demnach habe man sich bei verschiedenen Projekten, Beteiligungsformaten und Kooperationen mit Institutionen erfolgreich eingebracht.
Zu einem zentralen Thema der Versammlung im JuNit wurde die bevorstehende Wahl des Jugendparlaments Nittenau, die am 17. November durchgeführt werden soll. Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren können sich hierfür als Kandidaten aufstellen lassen und erhalten die Möglichkeit, aktiv die Zukunft der Stadt mitzugestalten. Die Stimmabgabe erfolgt zunächst an Nittenauer Schulen und anschließend im Rathaus. Wer kandidieren möchten, kann die Bewerbungsunterlagen bis zum 16. Oktober im Rathaus einreichen oder digital per E-Mail senden.
Wer im Jugendparlament mitarbeitet, erhält ein Sitzungsgeld von zehn Euro pro Teilnahme. Die aktuell gewählten Mitglieder des Jugendparlaments sind Veronika Kangler (Vorsitzende, 16 Jahre alt), Kathrina Kerscher (2. Vorsitzende, 15), Noah Stöberl (15), Liana Badertdinov (12), Vinzent Tschernowsky (12), Marcell Gandner (12) und Marie Frank (14).
Ideen, wie das Leben in der Stadt verbessert werden könnte, sind bereits in einer Vielzahl vorhanden. In einer Wünschebox konnten die Teilnehmer anonym ihre Ideen und Anliegen einbringen. Zudem gab es eine Kreativwand mit der Überschrift „So stelle ich mir unsere Stadt vor“. Hier durften Visionen und Wünsche für das zukünftige Nittenau angebracht werden.
Bisherige Projekte waren unter anderem die Gestaltung einer Graffitiwand, Aktionen auf dem Kinderfest oder Veranstaltungen wie das Pizza-Date oder die Game-Night.
Regulärer Betrieb geplant
Federführend bei der Verwirklichung von Jugendprojekten ist Alica Frerichs, die seit 15. Juli 2025 als Jugendpflegerin bei der Stadt Nittenau arbeitet. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Arbeit im JuNit und auf der Zusammenarbeit mit dem Jugendparlament. „Ich möchte jungen Menschen Raum für Mitbestimmung geben und gemeinsam mit ihnen Angebote entwickeln“, so Frerichs.

Das Jugendzentrum JuNit in der Fischbacher Straße 45 wurde bisher unregelmäßig genutzt und soll ab 24. Oktober in einen regulären Betrieb übergehen. Der Jugendtreff wird mittwochs zwischen 17 und 20 Uhr und freitags zwischen 16 und 20 Uhr geöffnet haben. Bei der Neueröffnung sollen sich die Kandidaten für die neue Periode des Jugendparlaments Nittenau bei einem Meet and Greet vorstellen und für Fragen jeglicher Art zur Verfügung stehen.