Neue Windräder der Stadtwerke Neumarkt: Es wird entscheidend

Im März 2024 stellten die Stadtwerke Neumarkt und das Unternehmen Max Bögl bei einer Bürgerinformation in Höhenberg erstmals ihre Pläne für zwei Windräder südlich des Lengenbachtals vor. Zuletzt machte die staatliche Planung des Windkraft-Ausbaus in der Region einen entscheidenden Schritt. Das gilt auch für das Vorhaben von Stadtwerken und Max Bögl.
Mitte September beschlossen die Mitglieder des Regionalen Planungsverbands, die seit Jahren laufenden Arbeiten an einem Plan für den Windkraft-Ausbau abzuschließen. Den Auftrag dazu hatte der Freistaat gegeben, der wiederum durch ein Bundesgesetz unter Druck steht, Flächen für Windkraft zur Verfügung zu stellen. Der Planungsverband, dem der Landkreis Neumarkt wie andere Oberpfälzer Landkreise angehört, hat sich auf die Flächen geeinigt, in denen künftig Windräder errichtet werden dürfen. 1,8 Prozent der gesamten Fläche des Planungsverbands werden dafür reserviert - und damit die gesetzlichen Vorgaben erreicht.
Nun muss die Regierung der Oberpfalz den Plan abschließend prüfen. Angesichts dessen, dass die Regierung bei den Planungen mit einbezogen war, geht der Geschäftsführer des Planungsverbands, Michael Gottschalk, davon aus, dass dies bis Jahresende abgeschlossen sein könnte. Anschließend wäre der Regionalplan Windkraft rechtskräftig. Möglichen Klagen gegen den Regionalplan sieht Gottschalk gelassen entgegen. Der Plan sei sehr akribisch erarbeitet worden.
Neue Windräder bei Neumarkt wären mehr als 260 Meter hoch
Bestandteil dessen sind auch die Flächen im sogenannten Heiligenholz, die die Stadt Neumarkt vorgeschlagen hat. Auf diesen Waldflächen südöstlich der Stadtteile Helena und Lähr wollen Stadtwerke und Max Bögl bauen.
Mehr als 260 Meter hoch werden die beiden Windräder inklusive der sich drehenden Rotoren sein. Die Bauherren haben inzwischen den Antrag auf Genehmigung gestellt, wie das Landratsamt bestätigt. Darin sind unter anderem Prognosen hinsichtlich des Lärms beizufügen und weitere Nachweise, dass die Anlagen den Vorschriften entsprechen. Wann eine Entscheidung des Landratsamts fällt, ist noch nicht absehbar.
Die Stadtwerke gehen aber laut Geschäftsführer Dominique Kinzkofer davon aus, dass sie die Genehmigung bekommen und das Vorhaben voll im Zeitplan liegt. Die Bagger würden dennoch nicht sofort rollen. Vor 2027 wird sich laut Stadtwerken keines der Windräder drehen, welche das städtische Unternehmen nach der Errichtung von Max Bögl komplett übernimmt.