Leuchtendes Vorbild für Zivilcourage: Stadt Maxhütte und Polizei danken Stephanie Schreiner

Mit einem feierlichen Empfang im Rathaus würdigte die Stadt Maxhütte-Haidhof das außergewöhnliche Engagement von Stephanie Schreiner, Die Maxhütterin war kürzlich von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann mit der der Medaille für Verdienste um die Innere Sicherheit, kurz Courage-Medaille, ausgezeichnet worden.
Stephanie Schreiner war aufgefallen, dass ein Mann aus ihrem Viertel immer wieder körperliche Nähe zu Kindern suchte und machte die Polizei darauf aufmerksam. Daraufhin liefen konkrete Ermittlungen gegen den 48-Jährigen an, wie es in der Laudatio bei der Verleihung der Courage-Medaille hieß. Und weiter: „Durch die Ermittlungen konnten insgesamt drei Fälle des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern sowie in 24 Fällen der Besitz kinderpornografischer Inhalte aufgeklärt werden. Und nicht zuletzt wurde (...) verhindert, dass dem Täter die von ihm bereits beantragte Pflegschaft für ein kleines Mädchen übertragen wird.“
Bei der Feierstunde im Maxhütter Rathaus hob Bürgermeister Rudolf Seidl (UWM) laut einer Mitteilung der Stadt das entschlossene Handeln von Stephanie Schreiner hervor: „Sie habe in einer schwierigen und belastenden Situation nicht weggeschaut, sondern Ihre Beobachtungen über auffälliges Verhalten des Täters an die Behörden weitergegeben.“ So konnten schwerste Straftaten an Kindern aufgedeckt und weiterer Missbrauch verhindert werden. „Ihr Handeln verdient allerhöchste Anerkennung. Sie haben Mut bewiesen, wo andere gezögert hätten. Sie sind ein leuchtendes Vorbild für Zivilcourage und für das, was Innere Sicherheit in unserer Gesellschaft bedeutet“, betonte Bürgermeister Seidl.
Sie sind ein leuchtendes Vorbild für Zivilcourage und für das, was Innere Sicherheit in unserer Gesellschaft bedeutet.
Rudolf Seidl, Bürgermeister von Maxhütte-Haidhof
Auch der stellvertretende Leiter der Kriminalpolizei Amberg, Erster Kriminalhauptkommissar Peter Krämer, würdigte Schreiners Engagement: Sie habe „zum richtigen Zeitpunkt die Antennen ausgefahren, als bei ihr die Alarmglocken schrillten“. Als Zeichen der Anerkennung überreichte er ihr den Coin der Kriminalpolizeiinspektion Amberg für „gelebte Sozialkontrolle“. Krämer betonte zudem die Bedeutung von Prävention: Derzeit seien zwei Beamtinnen an 24 Grundschulen im Einzugsbereich im Einsatz, um Kinder und Eltern zu sensibilisieren. „Ich hoffe, dass das neue Konzept auch bei den Eltern guten Anklang findet“, so Krämer.
Sichtlich bewegt bedankte sich Stephanie Schreiner. „Es ist eine große Ehre, heute hier zu sein und diese Anerkennung zu erfahren“, sagte sie. Seidl schloss mit den Worten: „Im Namen der Stadt Maxhütte-Haidhof, des Stadtrats und aller Bürger danken wir Ihnen für Ihren Mut und Ihr außergewöhnliches Engagement. Herzlichen Glückwunsch zu dieser hohen Auszeichnung – und danke, dass Sie uns ein so eindrucksvolles Beispiel für Zivilcourage gegeben haben.“