Katastrophenschutzübung in Amberg simulierte einen Cyberangriff auf ein Umspannwerk

Von Mittelbayerische Zeitung · 10. Oktober 2025 um 05:00

Kürzlich wurde in Amberg bei der großen Katastrophenschutzübung „Schwarzer Löwe“ wie die Stadt Amberg mitteilt erfolgreich der Ernstfall geprobt.

Dazu übten rund 150 Akteure vom Zeitpunkt der Alarmierung per Warn-App um 7.03 Uhr bis kurz nach 12 Uhr einen fiktiven Cyberangriff auf ein Umspannwerk, der als realistisches Katastrophenszenario unter anderem einen vollständigen Stromausfall („Blackout“) in der Vilsstadt sowie in der gesamten nordöstlichen Oberpfalz umfasste.

Fiktive Herausforderungen

Für diesen Testfall waren unter anderem knapp 30 Mitarbeiter der Stadtverwaltung in der so genannten „Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK)“ zusammengekommen, um unter der Leitung von Bernhard Mitko als zuständigem Referenten für den städtischen Zivil- und Katastrophenschutz und Bürgermeister Martin J. Preuß (CSU) stabsmäßige Einsatzführung zu trainieren, um so in der Realität größtmöglichen Bevölkerungsschutz garantieren zu können. Die einzelnen Arbeitsbereiche wurden dafür mit einer Reihe fiktiver Aufträge und zusätzlicher Herausforderungen konfrontiert.

Tatkräftig unterstützt wurden sie von einer Vielzahl engagierter Einsatzkräfte aus diversen Hilfsorganisationen und Freiwilligen Feuerwehren. Diese umfassten laut Mitteilung unter anderem engagierte Ehrenamtliche der Freiwilligen Feuerwehr Amberg, vom Bayerischen Roten Kreuz (BRK), vom Technischen Hilfswerk (THW), von der DLRG, aus dem Kreisverbindungskommando der Bundeswehr sowie weitere Aktiven aus verschiedenen PSNV- und Kriseninterventionsteams.

Einstudierte Abläufe testen

Dabei wurden für die Bürger innerhalb kürzester Zeit beispielsweise fünf „Leuchttürme“ am Schießstätteweg, in Gailoh, Karmensölden, Ammersricht sowie in Raigering eingerichtet, die im wirklichen Katastrophenfall als zentrale Notfallanlaufstellen dienen würden. Zudem wurde das Amberger Congress Centrum (ACC) als weitere wichtige Zufluchtsstätte für Beatmungspatienten professionell ertüchtigt. Zusätzlich sicherten rasch eingesetzte Notstromaggregate weitere wichtige Einrichtungen und Anlaufstellen im gesamten Stadtgebiet.

„Ziel dieser aufwendigen und erfolgreich absolvierten Katastrophenschutzübung war es, auf realistische Ausnahmesituationen wie Blackouts oder Cyberangriffe möglichst gut vorbereitet zu sein. So konnten alle Beteiligten aus der Führungsgruppe Katastrophenschutz einstudierte Abläufe entsprechend unter Zeitdruck proben und die Umsetzung etablierter Notfallstrukturpläne gemeinsam testen“, so Bernhard Mitko, der im Übungsszenario als Leiter der FüGK agierte.

Bernhard Mitko (l.) und 2. Bürgermeister Martin J. Preuß waren im Arbeitsraum dabei. - Foto: Martin Schafbauer

Begeistert von der Schnelligkeit, Leidenschaft und dem positiven Zusammenspiel aller Akteure zeigte sich auch Ambergs 2. Bürgermeister Martin J. Preuß in seinem Schlussfazit: „Ein gut trainierter, professioneller und eng verzahnter Katastrophen- und Bevölkerungsschutz ist heute essenziell, um die Sicherheit unserer Bürger im Ernstfall zu gewährleisten. Ich bin tief beeindruckt von ihrem außerordentlichen Engagement, das Sie im Rahmen dieser umfangreichen Katastrophenschutzübung gemeinsam gezeigt haben. Dafür möchte ich Ihnen meinen herzlichen Dank aussprechen. Sie haben heute allesamt bewiesen, dass die Amberger im Krisenfall bei Ihnen in den besten Händen sind und wir uns auf unsere gut eingespielten Einsatzkräfte absolut verlassen können.“

Nach Ende dem Ende der Übung trafen alle Beteiligten um 13 Uhr zu einem abschließenden Mittagessen im ACC zusammen.